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Tiroler Festspiele Erl Im Jahr 1997 rief Gustav Kuhn, gebürtiger Salzburger
und Karajan-Schüler, im kleinen,
zwischen Kufstein und Rosenheim gelegenen Tiroler Dorf Erl sein eigenes
Festival ins Leben. Dort verwirklicht er vom industriellen Diktat unberührte
musikalische Kunst. Mittlerweile strömen Musikliebhaber aus aller
Welt in diesen Ort, der zuvor nur für seine Passionsspiele bekannt
war und nun immer öfter und nachweisbar "Festspielort"
genannt wird. Auch die etablierten Festspielzentren erhielten durch die
Tiroler Festspiele Erl etwas Konkurrenz: "ein Hochseilakt ambitioniertester
Projekte", wie die Frankfurter Rundschau befand. Von den Tiroler
Festspielen Erl immer wieder initiierte Umfragen ergaben, dass die Menschen
nicht nur das vielschichtig konzipierte Programm schätzen, sondern
auch das besondere Flair des 1959 von Robert Schuller erbauten Passionsspielhauses,
das als Hauptaustragungsort des Festivals fungiert und mit einer phänomenalen
Akustik ausgestattet ist. Die Tiroler Festspiele Erl vereinen mit ihrem pluralistischen
Konzept intellektuell und volkstümlich, hehr und flippig die musikalischen
Künste im Reichtum ihrer Ausformung: Große Opern- und Konzertliteratur
des 19. Jahrhunderts, Neue Musik, Jazz, Volksmusik und dazu alles, was
diese Formen erhellend oder kritisch berührt. |