TRISTAN UND ISOLDE-WORKSHOP IM KLOSTER
Bis zum Sommer und bis zu den Tiroler Festspielen Erl 2012 ist es nicht mehr lang - Grund für Gustav Kuhn, in seiner Accademia di Montegral den ersten Workshop für die Saison 2012 auszutragen. Hier wird geprobt, gefeilt, gearbeitet...
PROGRAMM DER TIROLER FESTSPIELE ERL 2012 SOMMER PRÄSENTIERT
Maestro Gustav Kuhn präsentierte am 20.01.2012 in Innsbruck das Programm der 15. Tiroler Festspiele Erl, das sich zwischen den beiden Polen "Kern-Repertoire" auf der einen und musikalischer Experimentierfreudigkeit auf der anderen Seite bewegt.
WEIHNACHTEN IM CONVENTO
Der Convento dell'angelo, Sitz der Accademia di Montegral, ist wie geschaffen für Weihnachten: durch seinen Namen, seine Geschichte, seine Lage.
Gustav Kuhn und seine Accademia luden daher auch heuer wieder zur Mitternachtsmette mit musikalischem Programm ein, mit dabei waren auch viele besondere Gäste.

ELEMENTAR RAUSCHHAFT: KONZERTREIHE „DELIRIUM“ IN SALZBURG
Das Elementare der Musik zu zeigen ‒ das gelang Gustav Kuhn mit der Konzertreihe "Delirium" in Salzburg. Peter Lang, Sven-Eric Bechtolf, Franui und das Orchester der Tiroler Festspiele Erl luden vom 16.-18. Dezember 2011 zu berauschenden Konzerterlebnissen ein...
NEUE STIMMEN 2011
Vom 16. bis 22.10.2011 fand die Endrunde des Gesangswettbewerbs "Neue Stimmen" in Gütersloh unter der künstlerischen Leitung von Gustav Kuhn statt. Die Siegerin des Wettbewerbs ist die Russin Olga Bezsmertna.
FESTSPIELE SÜDTIROL 2011 MIT GROSSEM ERFOLG BEENDET
Auserlesenes von Mahler, Rossini und Mozart stand bei den Festspielen Südtirol in Toblach auf dem Programm, die am 25.9.2011 zu Ende gingen. Das Haydn-Ochester von Bozen und Trient unter der Leitung von Gustav Kuhn brachte musikalische Spitzenleistungen dar, Presse und Publikum zeigten sich begeistert.
TIROLER FESTSPIELE ERL 2011 MIT REKORDERGEBNIS
Mit einer Vorstellung von Richard Wagners "Parsifal" unter der künstlerischen Leitung von Gustav Kuhn und standing ovations gingen am 31.7.2011 die 14. Tiroler Festspiele Erl nach 25 Tagen Spielzeit zu Ende. 20.000 Besucher aus nah und fern haben sich auf den Weg nach Erl gemacht - wir sagen danke und laden ein zu einem Resumée einer der erfolgreichsten Spielzeiten überhaupt!
Gleichenfeier Winterfestspielhaus in Erl am 7. Juni 2011
Am Dienstag, dem 7. Juni 2011 wurde in Erl die Gleichenfeier des Winterfestspielhauses mit Gustav Kuhn festlich begangen. Die Festrede hielt Dr. Hans Peter Haselsteiner, Präsident der Tiroler Festspiele Erl und Vorstandsvorsitzender der STRABAG SE.
TANNHÄUSER - INSZENIERT UND DIRIGIERT VON GUSTAV KUHN IN ERL
Am 8. Juli feiert Gustav Kuhns Inszenierung von Wagners "Tannhäuser" in Erl Premiere. Der Maestro steht natürlich auch selbst am Dirigierpult. Eine kleine Vorschau bietet dieser Trailer bei youtube!
Neues Haus, neue Saison: Baubeginn für das Winterfestspielhaus in Erl
Das Erler Passionsspielhaus bekommt einen Nachbarn - das Winterfestspielhaus. Festspielpräsident Dr. Hans Peter Haselsteiner gab bei der Pressekonferenz am 18.2. den Baubeginn bekannt.

TRISTAN UND ISOLDE-WORKSHOP IM KLOSTER
Bei den Tiroler Festspielen Erl 2012 steht die Wiederaufnahme von Tristan und Isolde ins Haus.
Franz Hawlata garantiert als König Marke ein intensives Rollenporträt, Michael Baba debütiert als Tristan, Michael Kupfer übernimmt seine Paradepartie des Kurwenal und Michela Sburlati singt die Isolde.
Alle diese Solisten nehmen am Workshop vom 2. bis 9. Februar teil ‒ es finden Regieproben unter der Leitung von Andreas Leisner statt, den "Feinschliff" in Regie und musikalischer Vorbereitung nimmt Maestro Kuhn persönlich vor.

Wieder werden – nach der letzten Aufführungsserie im Jahr 2007 – die historischen Kostüme zum Einsatz kommen, die das Eingeschnürtsein in Konventionen und die damit verbundenen unerfüllten Sehnsüchte der Protagonisten besonders intensiv spürbar machen. Lenka Radecky ist für Anproben mit den Solisten vor Ort und nimmt natürlich auch an allen Proben teil.

Auch Vorsingen für die Chorakademie und Solisten finden statt ‒ immer vor den strengen Ohren von Gustav Kuhn, der die Accademia di Montegral ja gerade für die Ausbildung und Förderung des künstlerischen Nachwuchses gegründet hat. Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.montegral.com oder auf den Seiten der Tiroler Festspiele Erl


PROGRAMM DER TIROLER FESTSPIELE ERL 2012 SOMMER PRÄSENTIERT
Maestro Gustav Kuhn präsentierte am 20.01.2012 in Innsbruck das Programm der 15. Tiroler Festspiele Erl, das sich zwischen den beiden Polen "Kern-Repertoire" auf der einen und musikalischer Experimentierfreudigkeit auf der anderen Seite bewegt.
Besonders hob er den Kammermusikzyklus hervor, der Raum für Uraufführungen und Experimentelles bietet, Aufstrebenden und Etablierten gleichermaßen eine Bühne bietet und dazu einlädt, die Stars der Erler Opernbühne und des Erler "Orchestergrabens" in Nahaufnahme zu erleben.

Auf dem Opernprogramm stehen vier Wagner-Opern, darunter Lohengrin als Neuproduktion und Tannhäuser, Tristan und Isolde sowie Parsifal als Wiederaufnahmen. Mit der Produktion des Lohengrin hat Gustav Kuhn nun alle zehn großen Wagneropern im Rahmen der Tiroler Festspiele Erl inszeniert und dirigiert.Ihm zur Seite stehen Jan Hax Halama (Bühne) und Lenka Radecky (Kostüme). Zum ersten Mal gibt es 2012 italienische Oper bei den Festspielen, und zwar Puccinis Tosca. Zu den Solisten des Sommers zählen u.a. Größen wie Ales Briscein, Franz Hawlata, Michael Kupfer, Zvetan Michailov, Michela Sburlati und Andrea Silvestrelli.

Beethovens 9. und Bruckners 5. Symphonie, Carl Orffs Carmina Burana, ein Gastspiel des Haydn-Orchesters unter der Leitung von Rinaldo Alessandrini, eine Uraufführung für Alphorn, Orgel und Orchester von Tristan Schulze sowie eine Matinée mit Frischer Ware der Osttiroler Musicbanda Franui bilden das abwechslungsreiche Konzertprogramm der Tiroler Festspiele Erl.

Ein eigenes musikalisches Universum voll erstaunlicher Entdeckungen und künstlerischer Nahaufnahmen ist der Kammermusikzyklus der Tiroler Festspiele Erl. Solisten wie Siegfried Jerusalem und Gertrud Ottenthal, Alfonso Alberti und Davide Cabassi, die Ensembles Quadrat:sch und Sax Allemande präsentieren ein breit gefächertes Programm von der Klassik bis zur Gegenwart, vom romantischen Lied bis hin zu bayerischer und tirolerischer Stubenmusik.

Das traditionelle Schulprojekt der Tiroler Festspiele Erl widmet sich 2012 mit den Carmina Burana dem Komponisten Carl Orff und seiner Zeit. SchülerInnenn aller Schularten aus ganz Tirol sind wieder zu einer eigens von Gustav Kuhn moderierten und geleiteten Schulvorstellung ins Passionsspielhaus geladen.

"Spannend, inspirierend, atemberaubend": So beschrieb Kulturlandesrätin Dr. Beate Palfrader das Programm der Tiroler Festspiele Erl. Sie nahm die Pressekonferenz außerdem zum Anlass, um die Förderverträge des Landes Tirol für den Neubau des Festspielhauses in Erl im Rahmen des "Tiroler Kulturinvestitionspakets 2012-2015" zu unterzeichnen. Das Land Tirol wird sich mit 8 Millionen Euro an den auf 36 Millionen Euro veranschlagten Gesamtkosten für das Festspielhaus beteiligen. Weitere 8 Millionen Euro soll die Republik Österreich tragen (Zusage steht noch zu erwarten), den Rest der Kosten übernimmt
die Haselsteiner Familien-Privatstiftung.

Dr. Beate Palfrader betonte, das Land Tirol sei gut beraten, das einzigartige Engagement von Dr. Hans Peter Haselsteiner zu unterstützen, für das sie sich im Namen des Landes bedankte. Es sei ein wichtiges Anliegen, der Kultur in Tirol auch außerhalb des Landeshauptstadt breiten Raum zu geben. Sie hob auch das Schulprojekt der Tiroler Festspiele Erl und deren Engagement für die Jugend besonders hervor.

Dr. Hans Peter Haselsteiner, der Präsident der Festspiele, erläuterte, dass dem kleinen Wort "Sommer", das dem Programm hinzugefügt worden sei, große Bedeutung zukomme: Im Jahr 2012 werden nicht nur die Sommerfestspiele, sondern auch eine eigene Wintersaison stattfinden. Im Sommer wird auch in Zukunft in den passionsfreien Jahren im Passionsspielhaus Erl gespielt, im Winter öffnet das neu erbaute Festspielhaus samt moderner Bühnentechnik, Heizung und zeitgemäßen Proben- und Aufführungsbedingungen seine Pforten. Detaillierte Informationen zum Festspielhaus und dem Programm der ersten Wintersaison unter der künstlerischen Leitung von Gustav Kuhn werden im März 2012 bekanntgegeben.

Weitere Informationen: www.tiroler-festspiele.at



WEIHNACHTEN IM CONVENTO
Die Messe fand am 24.12.2011 um Mitternacht in der Kirche des Convento dell’Angelo statt.

Schon um 23 Uhr war die Kirche voll besetzt, die Sänger und Pianisten der Accademia verkürzten mit einem musikalischen Vorprogramm die Wartezeit bis zum Beginn der Messe.

Maestro Gustav Kuhn selbst leitete die Messe, spielte zum Teil selbst Klavier oder Orgel - ein Höhepunkt seiner Tätigkeiten, auf den er sich jedes Jahr besonders freut.

Folgende Künstler der Accademia waren zu hören:

Am Klavier und an der Orgel Jean-Pierre Faber, Emanuele Lippi und Jeong Un Kim.

Es sangen die Sopranistinnen Cristina Pasaroiu (4. Platz Wettbewerb Neue Stimmen Gütersloh 2011), Leonora del Rio, Barbara Havar und Jihye Son.

Als Tenöre waren dabei: Donat Havar und Tisano Romolo und die Baritöne und Bässe Michael Kupfer (dieses Jahr Wolfram im Tannhäuser in Erl), Marco Piretta, Wade Kernot (Nachtwächter in den Meistersingern in Erl) und Giulio Boschetti.

PROGRAMM:
Vor der Messe:

F. Liszt: O heilige Nacht, Tenor Donat Havar und Frauenchor mit Orgel
P. A. Borroni: Tota Pulchra
P. G.M. Capponi: O Jesu mi dulcissime Bariton Giulio Boschetti mit Orgel
E.W. Korngold: la canzone di Marietta aus “Die tote Stadt”
E. Grieg: "Solveigs Lied" aus "Peer Gynt", Sopran Antoaneta Pasaroiu
H. W. Parker: The Prophetic Song aus "The Holy Child", Bass Marco Piretta
P. Mascagni: Ave Maria aus "Cavalleria Rusticana", Sopran Leonora del Rio,
Donat und Barbara Havar
G. F. Händel: Arie “Aller Tale” aus dem "Messias", Tenor Donat Havar
J. S. Bach: “Flösst, mein Heiland” aus dem Weihnachtsoratorium, Sopran Barbara Havar, "Großer Herr", Bariton Michael Kupfer
P. Cornelius: "Die Könige", Sopran Barbara Havar
A. Adam: Cantique de Noel, (Tutti: D. Havar, Beani, Del Rio, Jihye Son)

Introitus: ADESTE FIDELES, TUTTI

GLORIA: Rossini, aus "Petite messe solennelle",
"Domine deus", Tenor Romolo Tisano
"Quoniam", Bass Wade Kernot

W. A. Mozart: Alleluja aus Exultate Jubilate, Sopran Jihye Son

Gabenbereitung: Mendelssohn aus "Elijah", "Lord God of Abraham", Bass Wade Kernot

Vaterunser: F. Liszt "Pater noster" für Bariton aus "Rosario" S.56 e J. Rheinberger "Vater unser" (Bariton Michael Kupfer) mit Orgel

Sanctus-Benedictus von C. Gounod: Tenor Romolo Tisano und Sopran Antoaneta Pasaroiu

Kommunion: Panis angelicus von C. Franck, Tenöre und tutti

Auszug: Bach "Jesus bleibet meine Freude", tutti und "Stille Nacht" in allen Sprachen
………………
Weihnachtslieder aus verschiedenen Ländern



ELEMENTAR RAUSCHHAFT: KONZERTREIHE „DELIRIUM“ IN SALZBURG
Musik als Rausch
"Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten", hat Gustav Mahler einmal gesagt. Die "Delirium" getaufte Konzertreihe, die dieses Jahr zum vierten Mal unter der künstlerischen Leitung von Gustav Kuhn im Großen Saal des Salzburger Mozarteum stattfand, erwies dieser Auffassung Gustav Mahlers schon mit ihrem Namen die Reverenz.

Denn Gustav Kuhn zeigte mit seinem "Delirium" das Elementare der Musik ‒ das, worauf es in der Musik wirklich ankommt. In der Konzertreihe war zu erleben, dass das Rauschhafte ‒ verstanden als Infragestellung der Norm und als bedingungslose Liebe zur Musik ‒ elementar ist für Musik, wie Gustav Kuhn sie versteht.

Das Programm
Das Programm präsentierte einen Querschnitt durch das künstlerische Schaffen Gustav Kuhns und seiner Accademia di Montegral:

Elementar im klassischen Sinne sind Mozarts Klavierkonzert Nr. 25 in C-Dur, wie im Vorjahr interpretiert vom Salzburger Pianisten Peter Lang und Beethovens 9. Symphonie mit Solistinnen und Solisten der Accademia di Montegral. Mozarts und Beethovens Werke bildeten eine klassische Klammer für das Konzertprogramm und sind zugleich elementar wie das tägliche Brot.

Kulinarische Finessen dagegen kamen im heiter beschwingten Schlußsatz "Das himmlische Leben" von Mahlers 4. Symphonie zur Sprache ‒ als Ausgangspunkt seiner gesamten Symphonie, mit der Mahler kompositorisch zur Einfachheit zurückkehrte. Auch im "himmlischen Leben" wurde über den Wesenskern von Musik nachgedacht:

"Kein' Musik ist ja nicht auf Erden, / Die unsrer verglichen kann werden", heißt es im Liedtext, den der Shootingstar am Sopranhimmel, Anett Fritsch, zu Gehör brachte.

Die große Romantik war mit Tschaikowskys 4. Symphonie vertreten ‒ ihre Entstehung muss rauschhaft gewesen sein, wie Tschaikowsky beschreibt: "Die 4. Sinfonie ist meinem Wesen entsprungen und mit echter Inspiration vom Beginn bis zum Ende geschrieben, mit Liebe und glühender Begeisterung, es ist darin kein Strich, der nicht meinen aufrichtigen Gefühlen entstammt".

Mit den Elementen im wörtlichen Sinn ‒ mit Wasser und Luft, aber auch mit Mond und Sternen ‒ befasste sich Daniel Schnyders virtuoses und effektvolles "Konzert für Sopran- und Tenorsaxophon, Bassposaune und Orchester" (ÖEA). An der Bassposaune war Dave Taylor zu erleben, Ikone der New Yorker Jazz-Szene.

Angelo di Montegral schließlich ließ in seiner Uraufführung Referenzen zum Programm der drei Tage miteinander in Dialog treten, auch Mahlers 10. ‒ die unvollendete ‒ Symphonie klang an.

Am Sonntag fragte die Osttiroler Musicbanda Franui nach dem elementaren Schubert ‒ Schuberts Lieder wurden von Franui skelettiert, zelebriert, nach- und weiterkomponiert. Und zugleich sind Franuis Schubert-Interpretationen ein Befreiungsschlag: Sie befreien die Lieder des jungen Komponisten aus der fast zweihundertjährigen Gefangenschaft, in der sie von wechselnden Kennern mit unfroher Strenge bewacht wurden. Weil der Sänger seit Beginn des Projektes verschwunden ist, übernahm Sven-Eric Bechtolf, Schauspielchef der Salzburger Festspiele, lesend dessen Part. Auch Franui huldigte Gustav Mahler und streute einige Mahler-Lieder in die Matinee mit ein.

Gustav Kuhns Delirium lud dazu ein, das Rauschhafte in der Musik zu entdecken ‒ und sich von dem, was Musik wirklich ausmacht, betören zu lassen.


NEUE STIMMEN 2011
Mit ihrem Sieg gewinnt die Ukrainerin Olga Bezsmertna ein Preisgeld von 15.000 Euro. Die 28-jährige Opernsängerin studierte noch bis 2010 an der Nationalen Musikakedemie der Ukraine in Kiew. 2008 gewann sie beim Europäischen Gesangswettbewerb DEBUT sowohl den 1. Preis als auch den Publikums- und Puccini-Preis. Seit 22.10.2011 ist sie NEUE STIMME 2011 und ihr stehen Tür und Tor offen für eine internationale Karriere in der Opernwelt.

41 junge Operntalente qualifizierten sich in den weltweiten Vorauswahlen an 23 verschiedenen Standorten für die einwöchige Endrunde in Gütersloh, 15 nahmen am Semifinale teil. Insgesamt haben sich weltweit über 1.400 Nachwuchstalente beworben.

Liz Mohn, Präsidentin des Wettbewerbs und stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, betonte in ihrer Festrede, dass die NEUEN STIMMEN für Qualität, Leistung und Wettbewerb stehen, aber gleichzeitig für das Miteinander junger Künstler aus den verschiedensten Ländern. "Es ist immer wieder schön zu sehen, wie gut sich die jungen Sängerinnen und Sänger aus aller Welt verstehen und wie Freundschaften entstehen."

Nicht nur die Sieger des Wettbewerbs profitieren von den NEUEN STIMMEN. "Die erfahrenen Mitglieder unserer Jury nehmen sich für jeden Sänger viel Zeit und beraten auch Teilnehmer, die nicht bis ins Finale gekommen sind", sagt Liz Mohn, der es ein großes Anliegen ist, die jungen Talente auch auf ihrem weiteren Weg zu begleiten. Einige der Nachwuchssänger, die der Jury besonders aufgefallen sind, werden im kommenden Jahr mit speziellen Meisterkursen gefördert.

Für Gustav Kuhn ist sein Engagement bei den "Neuen Stimmen" eng mit seiner Auffassung von der behutsamen und nachhaltigen Heranbildung junger Künstler/innen verbunden, die auch in seinen Projekten wie der Accademia di Montegral und den Tiroler Festspielen Erl zum Tragen kommt: die Liebe zur Musik muss im Vordergrund stehen und jungen Talenten eine beständige, sinnvolle und gesunde Karriere ermöglichen.




FESTSPIELE SÜDTIROL 2011 MIT GROSSEM ERFOLG BEENDET
Eröffnet wurden die 2. Festspiele Südtirol im vollbesetzten Gustav Mahler Saal im Grand Hotel Toblach mit Gustav Mahlers Lied von der Erde und dem Konzert für Saxophon, Klavier und Orchester (Uraufführung) von Michael Lösch (mit Helga Plankensteiner am Saxophon und Michael Lösch am Klavier). Das Haydn Orchester von Bozen und Trient stand unter der Leitung von Gustav Kuhn, der gemeinsam mit Andreas Schett für die künstlerische Leitung des Festivals verantwortlich zeichnet.

Zur Eröffnung war auch Landeshauptmann Luis Durnwalder anwesend.
Musik nämlich verbindet, besonders hier in diesem wunderschönen Urlaubsort Toblach, aus dem Mahler 1908 schrieb – Hier ist es wunderherrlich und repariert ganz sicher Leib und Seele. Deshalb, meinte Durnwalder, sei es auch ideal, mit dem Lied von der Erde das Festival zu beginnen und mit der Neunten dieses zu beenden. Er freute sich über den vollen Konzertsaal, denn das schon allein sei ein Grund, die Festspiele Südtirol auch 2012 zum 3. Mal stattfinden zu lassen.

Die Besucherzahlen und die Begeisterung, die die Festspiele bei Publikum und Presse auslösten, stimmen Luis Durnwalder darin zu - auf ein Wiedersehen in Toblach im September 2012!


TIROLER FESTSPIELE ERL 2011 MIT REKORDERGEBNIS
Die Tiroler Festspiele Erl boten mit einer umjubelten Neuproduktion von Richard Wagners "Tannhäuser", Wiederaufnahmen von Wagners "Meistersingern" (zuletzt 2009 in Erl) und "Parsifal" (zuletzt 2007) sowie Symphoniekonzerten wie Bruckners 4. und Beethovens 9. Symphonie, Brahms' "Ungarischen Tänzen" und Verdis "Messa da Requiem" ein umfangreiches Programm. Insgesamt kamen 7 Opern und 5 Symphoniekonzerte zur Aufführung.

Eine wichtige Rolle nehmen traditionell Ur- und Erstaufführungen ein. Zu hören waren z.B. Elmar Lampsons "Passacaglia für großes Orchester" (ÖEA), Glenn Goulds "Streichquartett op. 1" (ÖEA) und Manuela Kerers "Eterezoo" (UA). Eine Besonderheit war zudem die Uraufführung von Franz Liszts Lied "Den Felsengipfel stieg ich einst hinan" durch den Tenor Ferdinand von Bothmer.

Nicht zuletzt durch die genannten Uraufführungen erfreute sich der 12 Konzerte umfassende Kammermusikzyklus 2011 weiter steigender Besucherzahlen und erhöhter Aufmerksamkeit. Die handverlesenen Konzerte in der Pfarrkirche Erl und im Gasthaus "Blaue Quelle" haben sich als konstitutiver Bestandteil der Tiroler Festspiele Erl etabliert.

Insgesamt wurden bei den Tiroler Festspielen Erl 2011 20.000 Besucher gezählt. Die Besucher kommen dabei aus der näheren Umgebung, aus Salzburg, Innsbruck, München und dem gesamten deutschsprachigen Raum. Aber auch aus der ganzen Welt werden jedes Jahr Gäste begrüßt – legendär sind Neuseeländer, Japaner und Amerikaner aus Kentucky.

Auch Festspielgründer, -intendant und Dirigent Gustav Kuhn ist über das gute Ergebnis von 2011 erfreut:
"Wir haben die Tiroler Festspiele Erl gegründet, um zu zeigen, dass man auch mit anderen Regeln als mit denen des konventionellen Musikbetriebs erfolgreich sein kann. Das diesjährige Ergebnis bestätigt unsere Philosophie erneut: die Musik muss im Vordergrund stehen, nicht der Kommerz und nicht wacklige Regiekonzepte."

Vom Erfolg des Duos aus Festspiel-Präsident Dr. Hans Peter Haselsteiner und Gustav Kuhn kündet auch das im Bau befindliche neue Festspielhaus, das neben dem Passionsspielhaus in Erl heranwächst. Ende August wird der Saal mit dem momentan größten Orchestergraben der Welt überdacht sein, der Innenausbau kann beginnen. Die Eröffnung wird im Dezember 2012 stattfinden.





Gleichenfeier Winterfestspielhaus in Erl am 7. Juni 2011
Ein Mobilkran mit einer Nutzlast von 400 Tonnen ‒ einer der größten Kräne überhaupt ‒ hob zu Beginn der Feier den letzten von insgesamt 8 Stahlbetonträgern mit einer Länge von ca. 25 Metern und einem Gewicht von 40 Tonnen auf die ca. 22 m hohen Wände von Saal und Bühne. Die Träger dienen als Unterkonstruktion für Dach, Zuschauer-Saal und Bühne. Der Konzertsaal des von Delugan Meissl Associated Architects (Wien) geplanten Winterfestspielhauses wird Platz für 800 Zuhörer bieten, der Orchestergraben wird mit 160 Quadratmetern größer sein als jener der Wiener Staatsoper. Der gesamte Rohbau wird voraussichtlich Ende September 2011 abgeschlossen sein, anschließend beginnt der Innenausbau.

Der Neubau in Erl war nötig geworden, da sich das 1959 nach Plänen von Robert Schuller erbaute Passionsspielhaus nicht heizen lässt. Bis in den Mai hinein ist es im Passionsspielhaus so kalt, dass die Proben für die Tiroler Festspiele Erl erheblich beeinträchtigt werden. Der nachträgliche Einbau einer Heizung würde die berühmte, selbst von Sergiu Celibidache gelobte Akustik stark gefährden, wie mehrere unabhängige wissenschaftliche Gutachten bestätigten. Für das Bauprojekt erfolgten seit Oktober 2010 umfangreiche Vorarbeiten: Im Zuge der Felsarbeiten wurden im Sprengverfahren ca. 40.000 Kubikmeter Fels abgetragen. Ein besonderes Anliegen war die Erhaltung des Naturdenkmals Blaue Quelle. Dafür wurden an mehreren Punkten Erschütterungsmessgeräte aufgestellt. Bei keiner Sprengung wurden die zulässigen Werte überschritten. Alle Gutachten und Vorsichtsmaßnahmen wurden vor Baubeginn positiv abgeschlossen ‒ die sprudelnde Quelle wurde in ihrem Lauf und Quellort nicht gestört.

Programmpläne für das Winterfestspielhaus
Für das Winterfestspielhaus in Erl ist unter anderem eine Wintersaison geplant, die am 26. Dezember 2012 eröffnet werden soll. Die künstlerische Leitung wird in den Händen von Maestro Gustav Kuhn liegen, der 1997 die Tiroler Festspiele Erl gründete. Auf dem Spielplan werden Mozart, Belcanto und italienisches Repertoire stehen. Aber auch unter dem Jahr wird das Haus bespielt werden und für die Proben der Tiroler Festspiele Erl ebenso wie für die traditionsreichen Erler Passionsspiele bereitstehen. Während nebenan gebaut wird, laufen im Passionsspielhaus seit 1. Juni die Proben für die Tiroler Festspiele Erl, die vom 7. bis 31. Juli 2011 stattfinden werden. Auf dem Programm stehen die Wagner-Opern Tannhäuser, Die Meistersinger von Nürnberg und Parsifal sowie zahlreiche Symphonie- und Kammerkonzerte. Die Auslastung liegt bereits bei 60%, für mehrere Veranstaltungen sind nur noch Restkarten erhältlich.


Neues Haus, neue Saison: Baubeginn für das Winterfestspielhaus in Erl
Gustav Kuhn plant für das Haus u.a. eine eigene Wintersaison mit einem Schwerpunkt auf Bach, Händel, Haydn, Mozart, italienischem Belcanto und Experimentellem im zeitgenössischen Feld. Dieses Repertoire in adäquater Akustik und Atmosphäre zu bringen, ist seit der Gründung 1998 die künstlerische Grundidee und Hauptaussage Gustav Kuhns und seiner Tiroler Festspiele Erl.

Das Winterfestspielhaus wird von Delugan Meissl Associated Architects geplant und wird über 800 Sitzplätze verfügen. Das Haus wird die Architektur des Passionsspielhauses sowie die umgebende Landschaft besonders respektieren.

Im Rahmen einer Public-Private-Partnership wird Hans Peter Haselsteiner deutlich über 50% der Baukosten von privater Seite aufbringen – ein einmaliges Commitment. Allfällige Mehrkosten durch eine Bespielung im Winter sowie die laufenden Betriebskosten werden zur Gänze durch die Haselsteiner-Privatstiftung übernommen.

Das Winterfestspielhaus wird nicht nur in der kalten Jahreszeit bespielt werden, sondern übers ganze Jahr hinweg Schaufenster und Zentrum der künstlerischen Aktivitäten und Ideen der Tiroler Festspiele Erl sein.

"Dass damit bisher auch bei Richard Wagner und der deutschen Romantik Erfolge erzielt wurden, ist ein großes Glück. Endlich darf ich zum ursprünglichen künstlerischen Anliegen zurückkehren! Ich will zeigen, dass Musikdramatik aus Musik entwickelt werden muss und nicht aus textlich-ideologischen Ideen", so Gustav Kuhn über die programmatische Zielsetzung für das Winterfestspielhaus.

Fotos von der Baustelle in Erl




Foto: Delugan Meissl Associated Architects