TEXTARCHIV "Neuigkeiten"

02.08.2015: Wieder Besucher- und Einnahmerekord
Mit einer gefeierten Aufführung von Richard Wagners „Götterdämmerung“ vor ausverkauftem Passionsspielhaus geht heute die Sommersaison der Tiroler Festspiele Erl erfolgreich zu Ende. Nahtlos kann sich auch die diesjährige Bilanz in die Erfolgsmeldungen der vergangenen Jahre einreihen. Mit einer Auslastung von rund 93 % im Hauptprogramm (Oper/Konzert) und einer Gesamtauslastung von 82% (mit Kammermusik) konnten vom 9. Juli bis zum heutigen 2. August 2015 in 10 ausverkauften und 15 sehr gut besuchten Veranstaltungen in Passions- und Festspielhaus mehr als 22.000 Besucher erreicht werden. Die Nettoeinnahmen lagen wieder einmal bei deutlich über 1,2 Millionen Euro.
Während Wagners „Ring des Nibelungen“- zweimal dargeboten an vier aufeinander folgenden Tagen – sowie Verdis „Messa da Requiem“ zu den absoluten Zugpferden des Hauptprogramms zählten, machten im Kammermusikprogramm die Volksmusikgruppe ALMA und der Gitarrenabend mit Julia Malischnig mit jeweils rund 600 Besuchern im Festspielhaus das Rennen hinsichtlich der Beliebtheit beim Publikum. Im kommenden Jahr laden die Tiroler Festspiele Erl vom 7. bis 31. Juli 2016 nach Erl. Erneut wird es vom 14. bis 17. Juli auch Wagners „Ring“ geben – aufgrund zahlreicher Anregungen von Seiten des Publikums dann erstmalig mit deutschen und englischen Übertiteln. Der Vorverkauf für den „Ring“ hat bereits begonnen – das Gesamtprogramm wird im November vorgestellt.
Die Festspiele finden wie gewohnt im Winter ab 26. Dezember 2015 ihre Fortsetzung. Auch hier läuft der Vorverkauf der Tickets vor allem für Verdis „Nabucco“ und die Neuproduktion von Rossinis „Il barbiere di Siviglia“ sehr gut an. Knapp 50% der Eintrittskarten sind bereits verkauft worden. In der ZWISCHEN / ZEIT bis zum Winter laden die Festspiele zu „Alpenländisch-Chinesischen Konzerttagen“ am 17. und 18. September 2015 ins Festspielhaus.
Während am Donnerstag, 17. September 2015, das Macao Orchester mit Beethovens 3. Klavierkonzert und Bruckners 6. Symphonie die Brücke zur europäischen Hochkultur schlägt, untersuchen die Kammermusikgruppen der „Alpenländisch-Chinesischen Kammermusik“ am Freitag, 18. September 2015, die musikalischen Grenzgebiete zweier gegensätzlicher Kulturen und präsentieren die [Weiter-]Entwicklung regional bedingter Musikstile in internationalem Kontext. Außerdem sind ab 7. November 2015 auch wieder Musiker der Münchner Philharmoniker mit ihrer Kammermusikreihe zu Gast im Festspielhaus Erl.
Die nächsten Aufführungen der Tiroler Festspiele Erl werden allerdings fernab der Heimat in Beijing und Shanghai über die Bühne gehen. Während es am 9. Oktober 2015 mit Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ und am 11. Oktober 2015 mit „Tristan und Isolde“ im Poly Theater von Beijing zu den szenischen Erstaufführungen der beiden Opern in China kommt, werden die Festspiele eine Woche später nun auch das chinesische Publikum mit einer weiteren Auflage des 24-Stunden-Rings in den Shanghai Symphony Hall herausfordern.

 

19.05.2015: TV-Star - nicht nur für die Kleinen

Gustav Kuhn weiß als TV-Star für Servus TV, die Klassik breiten Zuschauerschichten schmackhaft zu machen: Kann eine Pauke singen? Warum ist Beethoven in Wien fast 70-mal umgezogen? Mit welchen musikalischen Mitteln drückt man Emotionen am besten aus? Die Sendung mit dem Ohrwurm - produziert in Kooperation mit den Tiroler Festspielen Erl - holt die klassische Musik vom "Sockel der Unantastbarkeit" und zeigt wie spannend und lohnend es sein kann, sich mit ihr zu beschäftigen - amüsant und faszinierend zugleich.
Das Magazin für die ganze Familie beweist, dass sich klassische Musik und Humor nicht ausschließen. Schauspieler Simon Schwarz als Sprecher sowie Gustav Kuhn, Maestro der Tiroler Festspiele Erl als charismatische Impulsgeber und "Reiseführer" in eine musikalische Welt voller Überraschungen, skurriler Charaktere und lustiger Geschichten.

Die Sendungen wurden an Pfingsten 2015 augestrahlt und sind hier nachzusehen:

www.servustv.com/de/Sendungen/Ohrwurm

 

17.03.2015: Abgesichert in die Zukunft

In einer Pressekonferenz am heutigen Dienstag, 17. März 2015, wurde im Foyer des Festspielhauses das Programm der Wintersaison 2015|16 vorgestellt. Festspielpräsident Hans Peter Haselsteiner begrüßte die Medienvertreterinnen und -vertreter kurz, übergab dann aber auch gleich das Wort an die Landesrätin für Bildung und Kultur, Beate Palfrader, die mit für die Zukunft der Festspiele überaus wichtigen Neuigkeiten aufzuwarten wusste. Im Zuge der im Vorfeld der Pressekonferenz abgehaltenen Generalversammlung der Tiroler Festspiele Betriebsges.m.b.H. sei beschlossen worden, die Beteiligungsverhältnisse nachhaltig zu verändern. Der Verein der Freunde der Tiroler Festspiele Erl tritt demnach jeweils 16% seiner Anteile an die Strabag SE sowie die Haselsteiner-Familien-Privatstiftung ab, 1% der Anteile des Vereins geht an das Land Tirol, das jetzt mit 52% eindeutiger Mehrheitseigentümer der Tiroler Festspiele Betriebsges.m.b.H. ist.
Palfrader begrüßte die vorgenommenen Änderungen: "Die Tiroler Festspiele Erl sind für das Land eine unverzichtbare Kulturmarke, die in Tirol ebenso anerkannt und geschätzt ist wie weit über die Landesgrenzen hinaus." Festspielpräsident Hans Peter Haselsteiner äußerte sich zu den Beweggründen für diese strukturellen Veränderungen: "Die Aufgaben des Landes Tirol als Haupteigentümer der Tiroler Festspiele Erl sind klar definiert, aber die Haselsteiner Stiftung und die Strabag sehen sich in der moralischen Verpflichtung, diese bei ihren Aufgaben zu unterstützen." Es müsse schon viel geschehen, damit dieser Kurs geändert würde. Dieses Bekenntnis solle den Maestro ein wenig beruhigen: "Was auch immer mit mir passiert – meine Verantwortung geht in jedem Fall auf die Familie Haselsteiner über.
Gustav Kuhn zeigte sich weit mehr als nur "ein wenig" erfreut über das Bekenntnis seines Präsidenten - und Freundes: "Ich bin zutiefst dankbar dafür, dass wir die Festspiele gemeinsam so weit gebracht haben. Ohne die Unterstützung von Hans Peter Haselsteiner wären die Tiroler Festspiele Erl nicht das, was sie heute sind." Immerhin sei es bereits die 10. Pressekonferenz, die Haselsteiner und er gemeinsam abhalten würden. Auch das ein klares Zeichen für die wunderbar funktionierende Zusammenarbeit, die mit den neuen Beteiligungsverhältnissen jetzt auch zukunftsorientiert abgesichert worden seien.
Sichtlich entspannt wusste Kuhn dann auch das Programm für den Winter 2015|16 vorzustellen. Die Wintersaison startet am 26. Dezember 2015 in die vierte Runde - mit zahlreichen Neuerungen, die den Festspielbetrieb wunderbar aufmischen und dem Zuschauer ganz neue Perspektiven bieten. Erstmalig wird Andreas Leisner eine Oper – Rossinis „Il barbiere di Siviglia“ - dirigieren, im Gegenzug übernimmt Mauro Fabbri die musikalische Leitung des Silvesterkonzertes. Selbstverständlich gibt es auch 2014 wieder ein Weihnachtsoratorium – und zwar am 20. Dezember, dem vierten Advent also, in einer den Festspielen vorangestellten Matinee.
Die Konzertreihe rund um den Jahreswechsel wird ergänzt durch ein Vorsilvester-Konzert am 30. Dezember mit Operettenmelodien, präsentiert von den Sängerinnen und Sängern der Accademia di Montegral und einem luxuriösen Salonorchester. Durch den Abend führt Michael Kupfer, der dem Konzert auch den spielerischen Namen „Gold – Silber – michaelKupfer“ einbrachte. Es dirigiert Erich Polz. Neu im alt-bewährten Regieteam rund um Regisseur und Dirigent Gustav Kuhn sowie Kostümbildnerin Lenka Radecky ist der Designer und Bühnenbildner Peter Schmidt, der den Bühnenraum für den Barbier kreieren wird. Als zweite Oper steht die Wiederaufnahme von Verdis „Nabucco“ mit dem berühmten, in der Interpretation der Chorakademie der Tiroler Festspiele Erl schon so oft gefeierten Gefangenenchor auf dem Programm.
Abgerundet wird das Programm durch Konzerte der Musicbanda Franui, des Acies Quartetts sowie des Mundharmonika-Spezialisten Gianlucca Littera. Komponist Daniel Schnyder bietet Live-Musik zum Stummfilm „Faust“ von Friedrich Wilhelm Murnau und lädt somit erstmalig zur neuen Konzertform des Filmkonzerts in das Festspielhaus. Zum Abschluss der Wintersaison am 6. Januar interpretiert Jasminca Stančul Beethovens Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur, flankiert von Weberns „Sechs Stücke für großes Orchester“ op. 6“ und Tschaikowskys Symphonie Nr. 5 e-Moll. Es ist kein Wunder, dass es sich  Maestro Kuhn bei diesem Programm nicht nehmen lässt, selbst am Pult des Orchesters der Tiroler Festspiele Erl zu stehen.
TICKETS UND INFOS

 

06.01.2015: Kuhns Wintersaison hat sich etabliert

Mit den letzten, leise-melancholischen Klängen von Tschaikowskys berühmter Symphonie Nr. 6 in h-Moll „Pathétique“ ist am 6. Januar 2015 vor ausverkauftem Festspielhaus die dritte Wintersaison der Tiroler Festspiele Erl erfolgreich zu Ende gegangen. Im dritten Jahr der Winterfestspiele, die seit 2012 alljährlich im von Festspielpräsident Hans Peter Haselsteiner errichteten Festspielhaus stattfinden, können die Festspiele mit Stolz verkünden, dass sich die durchaus als Wagnis bezeichnete Festspielidee rund um die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel in Erl etabliert hat. „Ich glaube, wir konnten die Menschen davon überzeugen, dass es auch sinnvoll sein kann, die Feiertage nicht nur daheim vor dem Kamin oder beim Skifahren zu verbringen, sondern stattdessen auch einmal in die Oper oder Konzerte zu gehen“, so Festspielleiter Gustav Kuhn zu den erfreulichen Bilanzzahlen des soeben beendeten Winters.

Und die gestalten sich wie folgt: Wie im Sommer sind auch im Winter die vier Opernaufführungen mit einer Gesamtauslastung von fast 98 Prozent immer noch der unangefochtene Verkaufsrenner bei den Tiroler Festspielen Erl. Gezeigt wurde heuer zum Abschluss des Da Ponte-Zyklus‘ Mozarts „Così fan tutte“ in einer Inszenierung von Gustav Kuhn. Außerdem standen zwei Aufführungen der Beethoven-Oper „Fidelio“ auf dem Programm. Hier inszenierte erstmalig der Bildhauer und Bühnenbildner Alexander Polzin. Die musikalische Leitung lag in beiden Fällen in den bewährten – und vom Publikum gefeierten – Händen von Gustav Kuhn.

Aber auch bei den Symphoniekonzerten und den Special erfreuten sich die Programme größter Beliebtheit. So war das Special mit der Musicbanda Franui, die eine Hommage an Robert Schumann präsentierte, eine von insgesamt 7 ausverkauften Vorstellungen der Wintersaison. Zu diesen zählten im Übrigen auch das Silvester- und das Neujahrskonzert sowie das den Festspielen am 4. Advent vorgelagerte Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach und das bereits zu Beginn erwähnte Abschlusskonzert mit Jasminka Stančul als Solistin von Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 in c-Moll.

Die Nettoeinnahmen lagen in diesem Winter wieder deutlich bei über einer halben Million Euro.

 

17.11.2014: Der Sommer 2015 - Wagner total!

Wer den 24-Stunden-Ring im Sommer 2014 miterlebt hat, der wird sich damals schon gefragt haben, wie dieses Ereignis wohl getoppt werden könnte. Da stellt Gustav Kuhn in seiner Funktion als künstlerischer Gesamtleiter der Tiroler Festspiele Erl bewusst provokant die Gegenfrage: Warum müssen wir dieses einzigartige Ereignis überhaupt toppen? Eines war klar: Die Tiroler Festspiele Erl würden sich keinen unerfüllbaren Erwartungen unterwerfen - und so hat Gustav Kuhn mit seinem Team für den Sommer 2015 ein Programm zusammengestellt, das nicht nur mit Überraschungen aufwartet, sondern kurzerhand sogar das Potenzial hat, den für einzigartig gehaltenen Sommer 2014 zu toppen.

Das beginnt mit der Tatsache, dass Wagners „Tristan und Isolde“ nun doch im Festspielhaus ausprobiert wird. Dann nehmen die Festspiele kurzerhand „Die Meistersinger von Nürnberg“ wieder ins Programm – wie gewohnt im Passionsspielhaus – und runden das Wagner-Programm mit zwei kompletten Ringen an vier aufeinander folgenden Tagen von Donnerstag bis Sonntag ab. Zehnmal Wagner, einmal sogar am Sonntagmorgen als Matinee. Und als konzertante Ergänzung? Eine Eröffnung mit einem szenischen Teil „Redsamer Männer“ inszeniert von keiner Geringeren als Katja Czellnik, die fast schon obligatorische Franui-Session am ersten Sonntag in der Matinee und ein Verdi-Requiem unter der musikalischen Leitung von Maestro Gustav Kuhn im Passionsspielhaus.

Wenn die Tiroler Festspiele Erl könnten, würden sie das alles sicher auch gerne in 24 Stunden präsentieren. Da der künstlerischen Leitung das Werk aber heiliger ist als die Eventisierung, gibt es alle Werke ungekürzt und in voller Pracht verteilt auf gut vier Wochen vom 9. Juli bis 2. August 2015. Da lohnt sich das Abreisen gar nicht mehr. Die Besucher könnten sich gleich für die ganze Zeit in der Region einquartieren. Denn auch die Tage zwischen den sogenannten Programm-Highlights der – beim Ring ja schon durchaus erweiterten – Wochenenden locken mit „Schmankerln“, die jegliche Differenzierung von Hauptprogramm und Kammermusik ad absurdum führen.

Der Vorverkauf für alle anderen Vorstellungen zusätzlich zu den beiden Ring-Zyklen beginnt sofort. Das komplette Programm der Tiroler Festspiele Erl Sommer 2015 finden Sie auf der Homepage der Festspiele unter

www.tiroler-festspiele.at

Die PROGRAMMBROSCHÜRE Sommer 2015 finden Sie HIER.

 

26.10.2014: NEUE STIMMEN: Erfolg für Meisterkurs

Der 10. internationale Meisterkurs NEUE STIMMEN unter der künstlerischen Leitung von Gustav Kuhn fand vom 18. bis zum 25. Oktober 2014 in Gütersloh statt. Mit dem Meisterkurs, der seit 1997 im Zweijahresrhythmus dem Wettbewerb NEUE STIMMEN folgt, möchte die Bertelsmann Stiftung besonders talentierten Nachwuchs über den Gesangswettbewerb hinaus fördern und begleiten. Viele Teilnehmer des Wettbewerbes sind in ihrer persönlichen, künstlerischen oder gesanglichen Entwicklung noch nicht weit genug für einen Preis. In einem einwöchigen Meisterkurs arbeiten die förderungswürdigsten von ihnen unter der Anleitung internationaler Künstlerpersönlichkeiten an ihrer Stimme, ihrer musikalischen Ausdrucksfähigkeit, gesanglichen Interpretation, Bühnenpräsenz und anderen außermusikalischen Fertigkeiten wie Selbstmanagement, Netzwerkpflege und Bewerbertraining. Anhand von Fragebögen, die wir von allen Endrundenteilnehmern des Wettbewerbes ausfüllen lassen, ermitteln wir die genauen Bedarfe der Weiterbildung und binden die Ergebnisse in die Konzeption der Meisterkurse ein.

Auf diese Weise wird den besonders talentierten Sängerinnen und Sängern die Chance gegeben, ihr Können zu perfektionieren, es in Konzerten zu präsentieren, voneinander zu lernen, Netzwerke zu knüpfen und Lücken in der Gesangsausbildung zu schließen. Auch der Meisterkurs fördert so gezielt den Kontakt zwischen Sängern und Intendanten, Festspielleitern und Agenten. Um eine nachhaltige Wirksamkeit und eine beständige Anpassung/Optimierung des Weiterbildungsformates Meisterkurs zu gewährleisten werden die Leistungen der Sänger vor, während und nach dem Meisterkurs verfolgt und schriftlich festgehalten.

Der Meisterkurs NEUE STIMMEN mündet traditionell in ein Abschlusskonzert im Foyer der Bertelsmann Stiftung vor 350 geladenen Gästen aus Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft. Damit erhalten die Sänger die Möglichkeit, ihr Können vor Publikum und unter realitätsnahen Bühnenbedingungen zu präsentieren.

www.neue-stimmen.de

 

08.10.2014: Spannende Pläne für den Sommer 2016

In einer Pressekonferenz am Mittwoch, 7. Oktober 2014, hat Gustav Kuhn im Kloster “Convento dell'Angelo”, dem Sitz der mit den Tiroler Festspielen Erl so eng verbundenen “Accademia di Montegral” in der Nähe von Lucca, der überregionalen italienischen Presse ein neues Projekt der Tiroler Festspiele Erl vorgestellt, das im Sommer 2016 auf ganz eigene Weise an den großen Erfolg der Welturaufführung von “El Juez” mit José Carreras im vergangenen August anknüpfen soll: „La Capinera“ - eine neue Oper in zwei Akten, geschrieben vom italienischen Großmeister der Songtexter, Mogol, und komponiert von keinem Geringeren als Gianni Bella. Das Libretto zu den Arien von Mogol schreibt Giuseppe Fulcheri, der sich bereits als Drehbuchautor internationaler Filme einen Namen gemacht hat. In enger Zusammenarbeit mit dem Autorenteam werden Komponist Angelo di Montegral und Jazz-Musiker Eduardo Maffei für die gezielte Einrichtung der Oper abgestimmt auf die Bedürfnisse und hohen Ansprüche der Tiroler Festspiele Erl verantwortlich zeichnen. Maffei hat sich bei den vergangenen Festspielen im Sommer mit der Ring-Session sowie einem Jazz-Abend in der Kammermusikreihe bereits erfolgreich vorgestellt. Gustav Kuhn wird bei der Welturaufführung dieses nicht nur für den italienischen Raum so bedeutenden Werkes die künstlerische Leitung übernehmen.

In der Pressekonferenz dankte Mogol in Anwesenheit des Librettisten Giuseppe Fulcheri, des Komponisten Gianni Bella sowie zahlreicher Journalisten und Fernsehteams Gustav Kuhn für sein Engagement  im Bezug auf dieses Projekt. Immerhin sei es gerade in der jetzigen, so schwierigen Lage der Opernhäuser in Italien nahezu ein Wunder, dass sich gerade nördlich der Alpen für ein solches Projekt ein Festival als Produzent zur Verfügung stelle. Gustav Kuhn hingegen sieht das als eine selbstverständliche Aufgabe seiner Festspiele an. Die Tiroler Festspiele Erl können somit ja auch aufzeigen, was sie gerade als Kulturbetrieb, der sich in seiner Arbeit nicht vom gängigen Opern- und Festspielbetrieb und dessen Strukturen abhängig machen will, auch bei Welturaufführungen leisten könne. Die hervorragende Zusammenarbeit mit und intensive Vorprobenarbeit in der „Accademia di Montegral“  ermögliche ein einzigartiges künstlerisches Niveau, das kaum an einem anderen Ort der Welt geboten werden könne – sofern man sich überhaupt an ein solches Projekt wage.

Dementsprechend erfreut zeigte sich Gustav Kuhn über die Tatsache, dass der Zuspruch der italienischen Presse für die abgehaltene Pressekonferenz so enorm groß war, galt sie quasi auch als erster Testlauf für die Außenwirkung des Projektes und wurde genau aus diesem Grunde im Akademiesitz in Lucca abgehalten.

Im Anschluss an die Pressekonferenz wechselte die Gesellschaft in die Kirche des Klosters, um dort ersten Musiknummern und -beispielen zu folgen. Sowohl die anwesenden Journalisten als auch das künstlerische Produktionsteam war sich einig, dass das, was da kommen mag, nicht nur für den eher aus dem Pop bekannten Komponisten, der unter anderem auch für Adrianao Celentano zahlreiche Hits geschrieben hat, überraschend ungewöhnlich, sondern auch sehr vielversprechend sei. Mogol betonte daher auch: „Wir schreiben kein Musical, das wird tatsächlich eine Oper.“ Sowohl die extrem vielseitigen Melodien, die Brücken schlagen sollen zwischen verschiedenen Stilen und Kompositionsarten großer Vorgängern der Operngeschichte, sprächen für sich, aber auch die als Vorlage gewählte Handlung in ihrer Eigenart.

„La Capinera“ basiert auf dem Roman “Storia di una Capinera” (“Geschichte einer Mönchsgrasmücke”) von Giovanni Verga, mit dem der italienische Schriftsteller 1871 seinen Durchbruch feierte. Schwerpunktthema des Romans ist die überwältigende Leidenschaft, die nicht selten tödlich endet. Literaturwissenschaftler sehen heute in dem Werk einen stilistischen Vorgriff auf den später sich entwickelnden Realismus, der in der Oper erst in Pietro Mascagnis “Cavalleria Rusticana” im Jahre 1890 seinen eigentlichen Höhepunkt erreichte.

 

04.08.2104: Wieder erfolgreiche Bilanz

Mit einer umjubelten "Götterdämmerung" ist am heutigen Sonntag der 17. Festspielsommer der Tiroler Festspiele Erl zu Ende gegangen. Erstmalig wurden beide Häuser - Passionsspielhaus und Festspielhaus - im Festspielort Erl gleichzeitig genutzt und bespielt. Mit gut 23.000 Besuchern konnte die Auslastung im Hauptprogramm [Opern und Symphoniekonzerte] auf gut 96 % gesteigert werden. Die verzeichneten Nettoeinnahmen von gut 1,2 Mio. Euro führen zu einem Rekordergebnis für die Festspiele in ihrer Geschichte.

Eine ganz neue Bedeutung kommt der Kammermusikreihe in diesem Sommer zu. Durch die Präsentation eines abwechslungsreichen und ansprechenden Programms in Kombination mit der Attraktivität des neuen Spielorts Festspielhaus konnte diese Konzertreihe heuer über 3.000 Besucher mehr verzeichnen als im Vorjahr. Lucio Gallo gelang es mit seiner "Hommage an Sinatra" sogar, das Festspielhaus komplett auszuverkaufen. Ausverkauft waren ebenfalls die beiden Ring-Zyklen, die Brucknermatineen an den drei ersten Sonntagen der Festspiele und das Eröffnungskonzert.

Freudig stimmen auch die Aussichten der Tiroler  Festspiele bis in den kommenden Sommer hinein. Während sich die Karten für die Wintersaison wieder gewohnt gut verkaufen, ist es vor allem eine Freude, dass der für 2015 angesetzte Wagner-Ring an vier aufeinander folgenden Tagen bereits drei Wochen nach Verkaufsstart über 50 % verkauft ist. Es ist also der beste Zeitpunkt, sich jetzt bereits Tickets für das kommende Jahr zu sichern. Und wer dafür noch etwas Überzeugungsarbeit braucht, findet im Folgenden auch gleich einige der Presse entnommene Argumente:
"Kuhns anspielungsreichen, oft klugen, kritischen, mitunter humorvollen Ansätze zeigen in der Realisierung sein Bekenntnis zum äußerlich armen Theater. (…) Weich, raumgebend, verdichtend, was zusammen gehört - und dabei doch höchst transparent, die Klangcharakteristik der Instrumente verschmilzt mit den Figuren, Soli treten narrativ hervor. Durch die Präsenz des Riesenorchesters hochaufsteigend hinter dem technikfreien Bühnenstreifen gewinnt die Musik optisch Leben als altgolden schimmernder Organismus." [Ursula Strohal, Tiroler Tageszeitung, 21.7.2014]
"Gustav Kuhn setzt bei den Festspielen Erl neue Wagner-Höhepunkte: Monumentale Sensibilität, Klangdichte und Genauigkeit steigern sich zu hochdramatischer Virtuosität." [Monika Brüggeler, Kronen-Zeitung, 20.7.2014]
"Die Tiroler Festspiele Erl zelebrieren den 1. Tag des Rings im Passionsspielhaus und machen Wagner zum Fest. Gustav Kuhn überbietet sich selbst. (…) Die Klangbögen, die er kreiert, bringen Wagner zum Leuchten. Gustav Kuhn beweist einmal mehr, warum ihn deutsche Medien bereits zum „Erlkönig“ gekürt haben." [Monika Brüggeler, Kronen-Zeitung, 21.7.2014]
"Kuhn lenkt das zeitgenaue Zusammenspiel des Orchesters mit dem Geschehen auf der Bühnen meisterhaft. Er hält die von Wagner vorgeschriebenen Tempi perfekt ein, und um die Darstellung zu betonen, integriert er das Orchester in das Geschehen: zum Beispiel werden die sechs Harfenistinnen, in lange rote Gewänder gekleidet, Bestandteil des Feuerzaubers." [Giuseppe Pennisi, Il sussidiario, 24.7.2014] Das komplette Programm für den Sommer 2015 wird - wie in den Jahren zuvor auch - dann Anfang November präsentiert. Mit dem Ende der erfolgreichen Sommersaison geht der Kultursommer in Erl aber noch lange nicht zu Ende.

Ab 10. August 2014 widmet sich Gustav Kuhn wieder intensiv dem Dirigentennachwuchs in einer Dirigiermasterclass. Zum Abschluss der Masterclass präsentieren sich die jungen Dirigenten wie auch im vergangenen Sommer in einem Konzert am Donnerstag, 14. August, 19.00 Uhr, im Festspielhaus und geben einen Einblick in die bevorstehende Arbeit in Erl. Auf dem Programm  stehen Ausschnitte aus Mozarts Oper »Così fan tutte« mit dem  Sängerensemble des Erler da Ponte-Zyklus, der im Winter 2014/2015 vervollständigt wird. Darüber hinaus werden Sätze aus Beethovens Symphonien Nr. 2 und 4 zu hören sein. Für dieses attraktive Konzert gibt es noch Karten.

 

09.07.2014: Keien Angst, ich bleibe wach

Kurz vor der Eröffnung der Tiroler Festspiele Erl Sommer 2014 am morgigen Donnerstag, 10. Juli 2014, hat Christiane Fasching von der Tiroler Tageszeitung ein Interview mit Mastro Kuhn geführt. Besonderes Augenmerk lag dabei auf dem 24-Stunden-Ring und den extremen Belastungen, die es da auf allen Seiten im positivsten Sinne durchzustehen gibt.

Der 24-Stunden-Ring feiert heuer sein Comeback. Was ist die größte Herausforderung bei diesem Mammut-Projekt?

Die größte Herausforderung hat sicher das Orchester zu bewältigen: Und da möchte ich auch betonen, dass sich die Musiker dieser Herausforderung freiwillig stellen. Es wird niemand gezwungen, im 24-Stunden-Ring zu spielen. Aber auch für den Zuhörer ist der 24-Stunden-Ring eine Herausforderung, und zwar eine körperliche. Der muss ja einen ganzen Tag – mit kleinen Pausen – da drinnen sitzen. Und das ist schon eine Leistung. Wenn der Dirigent ein körperlich lockerer Mensch ist, dann ist das Dirigieren gar nicht so anstrengend: Ich war ja bis 1998 Mitglied der österreichischen Segel-Olympiamannschaft und beim Trainieren ist mir da immer gesagt worden, dass ich vor allem bei Hitze und Überbelastung wahnsinnig gute Werte habe. Aber das ist auch kein großes Wunder: Wenn man nämlich in der Arena von Verona dirigiert, dann ist's manchmal noch heißer, als am Wasser.  Körperlich fällt mir der Ring also nicht schwer, aber psychisch ist es schon sehr anstrengend. Aber der Sinn des Ganzen ist ja, dass am Schluss, das Orchester, die Sänger, das Publikum und der Dirigent eine Einheit bilden – und das kommt nur durch so einen Kraftakt zustande.

Warum lassen Sie sich noch einmal auf dieses Wagner-Wagnis ein?

Ich mach' das nicht für mich, sondern für Hans Peter Haselsteiner, der ja heuer seinen 70. Geburtstag feiert. Und da wollte ich ihm etwas schenken, was ihm sonst niemand schenken kann. Nachdem er so viel für die Tiroler Festspiele Erl getan hat und tut, hab' ich mir gedacht, dass auch die Tiroler Festspiele Erl etwas für ihn machen sollten. Und seine Augen haben tatsächlich ein wenig geleuchtet, als ich ihm erzählt habe, dass wir den 24-Stunden-Ring für ihn ins Programm nehmen.

Gibt es viele Zuschauer, die sich diesen Kraftakt ein zweites Mal “zumuten”?

Ja, schon. Aber es gibt auch Besucher, die zwar totale Erl-Fans sind, aber trotzdem sagen, dass sie sich den 24-Stunden-Ring kein zweites Mal anschauen wollen – weil sie fürchten, sich das große Erlebnis von 2005 dadurch kaputt machen zu können.

Machen Sie sich mit Kaffee und Energy Drinks für diesen Marathon-Abend fit?

Um Himmels willen, nein: Die Energie kommt glücklicherweise von innen heraus.

Zwischen “Siegfried”, der um 4.30 Uhr endet und der “Götterdämmerung”, die um 11 Uhr früh beginnt, liegen ein paar Stunden Pause. Können Sie die überhaupt zum Schlafen nützen oder sind Sie dann zu aufgewühlt?

Auch wenn ich mich noch so aufrege, habe ich im Laufe meiner Karriere ein paar Techniken erlernt, die es mir ermöglichen, den Herzschlag ein bisschen verlangsamen. Nach dem “Siegfried” bin ich tatsächlich sehr aufgewühlt, aber nach einer halben Stunde sollte sich das legen. Ich kann Ihnen garantieren, dass ich von sechs bis zehn Uhr wie ein kleines Baby schlafe. Und nach einer Dusche bin ich wieder fit und freu mich auf die “Götterdämmerung”.

Und wie werden die Zuschauer die Pause nützen?

2005 war es so, dass sich das total aufgeteilt hat. Ein Teil der Zuschauer blieb im Haus, um ein wenig in den bereit gestellten Liegestühlen zu schlafen. Andere gingen frischfröhlich zum Frühschoppen, wieder andere trotteten mit einem eigenartig eilend und schleppend anmutendem Schritt ins Hotel, um sich dort doch ein paar Stunden Schlaf zu gönnen. Erstaunlicherweise waren zur “Götterdämmerung” aber wieder alle da. (lacht)

Und wie haben die Zuschauer reagiert, als der Kraftakt vorbei war?

Das war unglaublich. 20 Minuten vor Schluss hab' ich gespürt, dass ein ganz besonderer Moment eingesetzt hat. Das Orchester hat sich in sich selbst übertroffen, es war wirklich eine unfassbare Atmosphäre spürbar. Als ich dann nach dem Schlussakkord abgewunken habe, herrschte dann eine Totenstille. Und ich hab' mir damals gedacht: Um Gottes Willen, sind die jetzt alle eingeschlafen oder heimgegangen? Aber dem war nicht so: Nur wäre das Applaudieren in diesem Moment nicht stimmig gewesen, das hätte nicht zur Situation gepasst. Aber ein paar Minuten später ging's dann los – und der Applaus hat über eine halbe Stunde gedauert.

Muss man sich genieren, wenn man beim 24-Stunden-Ring einschläft?

Ach, wo! Es ist doch ganz klar, dass man hin und wieder eindöst. Vor allem der “Siegfried” ist ein Wegdös-Stück! Vor allem, wenn im zweiten Akt das Waldweben einsetzt. Ich glaube, auch Wagner würd' im Himmel milde lächeln, wenn er sehen würde, wie die Leute selig einschlafen. Das ist ja fast zwingend. Wenn ich nicht selbst dirigieren würde, würd' ich da bestimmt auch einschlafen. (lacht) Aber keine Angst: Ich werde wach bleiben.

Können Sie sich vorstellen, den 24-Stunden-Ring auch noch ein drittes Mal auf die Beine zu stellen?

Mit mir sicher nicht! (lacht) 

(c) Tiroler Tageszeitung/Christine Fasching

Den Artikel mit den O-Tönen finden Sie unterhttp://www.tt.com/kultur/musik/8611802-91/keine-angst-ich-bleibe-wach.csp

 

20.04.2014: Probenbeginn in Erl

Auf ganz besondere Art und Weise haben die Proben zum Ring bei den Tiroler Festspielen Erl begonnen: Mit einem Geburtstagsständchen für Sixtus Lanner - Präsident er Freunde der Tiroler Festspiele Erl - via Telefon. Im Anschluss begrüßte Gustav Kuhn die Sängerinnen und Sänger ganz offiziell im Festspielhaus, in dem in den ersten beiden Wochen an "Rheingold" und "Walküre" geprobt wird, bevor man an den Originalschauplatz des Geschehens, nämlich ins Passionsspielhaus, wechselt.

 

Den das Wetter zum Probenbeginn bestimmenden Eisheiligen ohne Probleme trotzend konnten sich die Sängerinnen und Sänger den beheizbaren Annehmlichkeiten des Festspielhauses hingeben und brauchten die immer noch äußerst niedrigen Temperaturen im Passionsspielhaus nicht zu fürchten. Mittlerweile ist der Sommer auch in Erl ausgebrochen und sorgt für die klimatischen Grundbedingungen für einen baldigen Wechsel mit dem Probenbetrieb in das Passionsspielhaus, wo derweil noch die Beleuchtung und das originale Bühnenbild eingerichtet werden.

 

Auch wenn der Festspielsommer 2014 sicher ganz im Zeichen von Wagners „Ring“ steht, ist das Programm der Tiroler Festspielen Erl aber auch einem der bedeutendsten österreichischen Komponisten gewidmet: Anton Bruckner. Immer wieder wichtiger Teil des Festspielrepertoires, ist die Auseinandersetzung mit seinen Symphonien eine logische Konsequenz der eigenen Arbeit und unseres Selbstverständnisses.

 

Während in der Eröffnung am Donnerstag, 10. Juli 2014, sein „Te Deum“ als vom Komponisten empfohlene Referenz auf seine Neunte erklingt und mit „Helgoland“ sein eher unbekanntes letztes vollendetes Werk auf dem Programm steht, bilden wir mit den Matinéen an den ersten drei Festspielsonntagen ein zyklisches Pendant zu Wagners „Ring“. Bruckners Siebte, Achte und Neunte sind klanglich schon so vom „Ring“ inspiriert, dass Bruckner nicht mehr auf die Wagnertuben verzichten wollte. Es verschmilzt die Kompositionstechnik Palestrinas mit dem Spezifischen des Tubaklangs eines Richard Wagners.

 

18.03.2014: Der nächste Winter kommt bestimmt

Gustav Kuhn hat das Programm der nächsten Wintersaison der Tiroler Festspiele Erl bereits vorgestellt: Ab 26. Dezember 2014 bis 6. Januar 2015 präsentiert er mit insgesamt vier Opernneuproduktionen, fünf Symphoniekonzerten, einem Liederabend und einem Konzert der Musicbanda Franui eine spannende Abwechslung zu Après Ski und Skivergnügen. Gustav Kuhn beschließt als Regisseur und Dirigent seinen Mozart-Da Ponte-Zyklus mit „Così fan tutte“, der international gefeierte Bildhauer, Bühnenbildner und Theatermacher Alexander Polzin wird Beethovens „Fidelio“ auf die Bühne bringen.

 

Während Gustav Kuhn auch bei den beiden Aufführungen des „Fidelio“ noch die musikalische Leitung übernimmt, übergibt er den Dirigentenstab bei drei der fünf Symphoniekonzerte sowie einem zusätzlichen, die Kunstgenre durchbrechenden Opernabend dem von ihm ausgebildeten und in der nun bevorstehenden künstlerischen Arbeit von Seiten des Maestro mit Argusaugen bewachten Nachwuchs. Tito Ceccherini, seit Beginn der Festspiele als Dirigent sowie mit seinem Ensemble Risognanze wichtiger künstlerischer Bestandteil vieler Festspielsaisonen, kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Der Dirigent, der im Dezember 2012 zur Eröffnung des Festspielhauses mit der musikalischen Leitung von „Herzog Blaubarts Burg“ betraut wurde, konfrontiert in zwei Konzertmatineen Werke der Wiener Klassik – vertreten durch Mozart und Haydn – mit Klassikern der Moderne von Béla Bartók. Unter anderem erklingt Mozarts Klavierkonzert Nr. 15 mit Allstar Davide Cabassi als Solist.

 

Es versteht sich von selbst, dass das Neujahrskonzert und die Festspielabschlussmatinee am 6. Januar 2015 Chefsache ist und bleibt. Mit seinen launigen Moderationen zwischen den beschwingten Werken aus der Zeit der Strauß-Dynastie hat Gustav Kuhn das Konzert zum Jahresauftakt gleich im ersten Jahr als Erfolgsprodukt etabliert, jetzt können wir im dritten Jahr bereits getrost von einer gefestigten Tradition bei den Tiroler Festspielen Erl sprechen. Und dann noch Tschaikowskys wunderbare „Pathétique“ zum Saisonabschluss, abgerundet durch die im vergangenen Festspielwinter wieder aufgenommene intensive Beschäftigung mit dem Werk Anton Weberns in Form seiner „Passacaglia“ und Beethovens 3. Klavierkonzert mit keiner Geringeren als Jasminka Stančul am Fazioli.

 

Das genau Programm sowie die Möglichkeit, jetzt bereits Tickets zu buchen, finden Sie unter www.tiroler-festspiele.at

 

06.01.2014: Großer Erfolg bei der zweiten Wintersaison

Mit den Teilen IV-VI des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach ist die zweite Wintersaison der Tiroler Festspiele Erl im eigens dafür errichteten Festspielhaus zu Ende gegangen. Die Auslastung konnte in den 10 Veranstaltungen des Hauptprogramms - 4 Opernaufführungen und 6 Symphoniekonzerte - auf 98,62% gesteigert werden, die Bruttoeeinnahmen lagen mit knapp 700.000 Euro fast 100.000 Euro über denen des Vorjahres. 7 Veranstaltungen waren komplett ausverkauft, insgesamt 8.324 Besucher kamen in den Genuss der musikalischen Alternative zu Skivergnügen und alltäglichen Festivitäten rund um den Jahreswechsel. Die überaus erfolgreiche Bilanz zeigt, dass die Attraktivität des Festspielhauses und des Angebots von Opern- und Konzertaufführungen zwischen dem 26. Dezember und dem 6. Januar eine wichtige Bereicherung für die hiesige und die internationale Festpiel- und Kulturlandschaft darstellt, so auch wahr- und angenommen wird.

www.tiroler-festspiele.at

 

 

02.01.2014: Gustav Kuhn in Servus TV

An den ersten beiden Samstagen im Januar 2014 werden die insgesamt vier Teile der Serie "Wie eine Oper entsteht" mit Gustav Kuhn und Ioan Holender auf Servus TV ausgestrahlt. Beginn ist jeweils um 17.55 Uhr. In der 4-teiligen Dokumentation erklärt der langjährige Staatsopern-Intendant gemeinsam mit Gustav Kuhn, was alles dazugehört, um eine Opernproduktion wie die des "Rigolettos" im Sommer 2013 auf die Bühne zu bringen.

 

Die Sendungen werden mehrmals wiederholt. Alle Termine finden Sie auf der Homepage von Servus TV.

 

14.10.2013: DIE NACHT DER GEWINNER

Am Samstag fand das Finale des diesjährigen Gesangswettbewerbs "Neue Stimmen" der Bertelsmann Stiftung unter der künstlerischen Leitung von Maestro Gustav Kuhn statt. Von den neun Finalteilnehmern wurden gleich drei zu Siegern gekürt, weil die Punkte der Jury für die Siegerin im Feld der teilnehmenden Damen in zwei Fällen gleich waren. Und so freuten sich - neben dem Südkoreaner Myong-Hyun Lee, der unangefochten den 1. Platz bei den Herren belegte - Nadine Sierra aus den USA und Nicole Car aus Australien über den Sieg bei einem der bedeutendsten Gesangswettbewerbe der Welt.Leer ausgehen musste bei den Teilnehmern der Endrunde aufgrund der qualitativ hohen Gesamtleistung und der Großzügigkeit der Präsidentin des Wettbewerbs und stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Bertelsmann Stiftung, Liz Mohn, niemand: So wurden kurzerhand drei statt nur ein Förderpreis verliehen und alle neun Finalteilnehmer für ihre Glanzleistungen geehrt. Gustav Kuhn zeigte sich sehr erfreut über die dargebrachten Künste und ist sich sicher, dass man den einen oder die andere sicher in den nächsten Jahren auch in Erl zu hören und sehen bekommt.

 

Eine Übersicht der Finalteilnehmer und Platzierungen sowie Videos ausgewählter Arien finden sie auf der Homepage der "Neuen Stimmen".

 

30.10.2013: TRIUMPH IN PEKING

Am gestrigen Abend wurde beim Beijing Music Festival Musikgeschichte geschrieben: Erstmalig wurde Richard Wagners "Parsifal" in China auf die Bühne gebracht - mit Gustav Kuhn am Dirigentenpult. Der Maestro wurde für seine Interpretation vom Publikum gefeiert - auch für ihn ein ganz besonderer Moment, kann er doch mit den beiden Aufführungen der Koproduktion zwischen den Salzburger Osterfestspielen und dem Beijing Music Festival am 29. und 31. Oktober 2013 nach Jahren der vollen Konzentration auf die Tiroler Festspiele Erl und seine langjährige Verpflichtung als künstlerischer Leiter des Haydnorchesters von Bozen und Trient an seine alte Verbundenheit mit den Orchestern und Opernhäusern des asiatischen Raumes anknüpfen.Ein glänzender Auftritt in China, dem sicher viele weitere folgen werden und der die Grundlage sowie den Nährboden bietet für viele gemeinsame, neue Projekte im Sinne eines kulturellen Brückenschlages zwischen Asien und Europa.

 

29.09.2013: IOAN HOLENDER ZU GAST IM KLOSTER

Ioan Holender war zwei Tage im Convento dell'Angelo, dem Sitz der Accademia di Montegral, zu Gast, um erste Bilder für eine vierteilige TV-Dokumentation zu drehen. In der für und im Auftrag von Servus TV gedrehten Mini-Serie geht es darum zu zeigen, wie eine Oper entsteht. Im Gespräch mit Gustav Kuhn zeigt der langjährige Staatsopern-Intendant den Zuschauern, was wichtig ist bei der Entwicklung einer Opernproduktion. Wie werden Sänger ausgewählt und gefunden? Was bedeutet schon die Auswahl eines Stück konzeptionell und wie geht man an ein solches heran? Wie geht Gustav Kuhn in seinem speziellen Fall mit der Tatsache um, dass er gleich drei der wichtigsten Gruppen einer Opernproduktion - Regisseur, Dirigent und Festspielintendant - in einer Figur verkörpert? 

 

Während der ersten beiden Drehtage im Convento begleitete das Drehteam um Ioan Holender die Vorsingen und die ersten Arbeiten - sowohl musikalisch als auch szenisch - am ausgesuchten Stück. Wichtig dabei war zu verdeutlichen, dass die Accademia di Montegral als eine sokratische Akademie fungiert und auch als solche gelebt wird. Hier geht es nicht allein nur um den Gesang und den Sänger beziehungsweise die Sängerin beispielsweise. Im Kloster geht es um eine Konzentration auf die Idee der gedanklichen und geistigen Entwicklung in allen künstlerischen Bereichen - von der Malerei über den Gesang bis hin zum philosophischen oder auch politischen Diskurs. Jeder, der hierher kommt, möchte sich diesem Gedanken der geistigen Fortbildung und Entwicklung anschließen.

 

Gustav Kuhn als für die Tiroler Festspiele Erl verantwortliche Persönlichkeit muss natürlich auch viele wichtige Entscheidungen. Wichtig dabei ist es ihm zu betonen, dass diesen aber Besprechungen mit seinem Team vorangehen. Denn im Kloster gehe es vor allem auch um eine intensive Teamarbeit, den offenen Diskurs und die geistige Auseinandersetzung mit ersten Ideen, der stofflichen Materie sowie den künstlerischen Grundvoraussetzungen in Form der vorsingenden Sänger beispielsweise. Erst, wenn das Team sich dieser Auseinandersetzung gestellt hat, dann wird eine Entscheidung gefällt. Dieser Vorgang huldigt nicht nur dem allgemeinen Akademiegedanken, er bildet auch eine der wichtigsten Grundlagen für das Einhalten und die Realisierung der eigenen hohen Ansprüche an das künstlerische Produkt, das letztendlich auf der Bühne gezeigt und vom Publikum so sehr geschätzt wird.

Mehr über die Accademia die Montegral lesen Sie HIER.

 

26.08.2013: LUCIO GALLO IST DON GIOVANNI

Der italienische Bariton Lucio Gallo wird in der Neuproduktion von Mozarts "Don Giovanni" bei den Tiroler Festspielen Erl Winter 13|14 die Titelpartie übernehmen. Die Inszenierung von Gustav Kuhn feiert am Freitag, 27. Dezember 2013, im Festspielhaus Premiere. Die Festspielleitung freut sich, in Gallo einen ebenso stimmlich wie charismatisch herausragenden Sänger gewonnen zu haben, der auch in Zukunft eng mit den Tiroler Festspielen Erl zusammenarbeiten möchte und hier voraussichtlich auch in großen Partien des deutschen Repertoires zu erleben sein wird.

 

Lucio Gallo wurde in Tarent (Italien) geboren und studierte am Verdi-Konservatorium in Turin Gesang. Lucio Gallo ist regelmäßiger Gast an den führenden Opern- und Konzertbühnen. Erfolge feierte er unter anderem an der New Yorker Metropolitan Opera, der San Francisco Opera, der Mailänder Scala, bei den Salzburger Festspielen, am Londoner Royal Opera House Covent Garden, an der Bayerischen Staatsoper, der Wiener Staatsoper, in Chicago, Berlin, Paris, Florenz oder Rom.

 

02.08.2013: ABSCHLUSSKONZERT DIRIGIERMASTERCLASS

Es wird sicher ein spannender Abend, denn erstmals präsentieren sich die Schüler einer Dirigier-Masterclass unter der Leitung von Gustav Kuhn innerhalb eines Konzertes im Festspielhaus Erl: Die jungen Nachwuchsdirigenten präsentieren am Sonntag, 4. August 2013, ab 18.00 Uhr, was sie in der Woche am Pult des Orchesters der Tiroler Festspiele Erl erlernt und erarbeitet haben. Auszüge aus „Don Giovanni“ weisen bereits in Richtung Tiroler Festspiele Erl Winter, Sätze aus Beethovens Symphonien Nr. 1 & 4 und Weberns 5 Sätze op. 5 für Streichorchester sorgen nicht nur für anspruchsvolle Abwechslung beim Dirigieren, sondern auch für gute Unterhaltung beim Zuhören.

 

Während das Orchester der Tiroler Festspiele Erl die Beethoven-Symphonien nach diesem Festspielsommer aufgrund des dargebotenen Komplett-Zyklus natürlich verinnerlicht hat wie kaum ein anderes Werk des symphonischen Repertoires, stellt es sich mit Anton Weberns 5 Sätzen op. 5 für Streichorchester einer neuen Facette des Konzertrepertoires - und nutzt die Dirigier-Masterclass zugleich als perfekte Vorbereitung für den Winter, in dem das Werk dann beim Symphoniekonzert am 29. Dezember 2013 erklingen wird.

 

In die Vorbereitung für die bevorstehende Wintersaison gehen die Musikerinnen und Musiker, Sängerinnen und Sänger auch mit den beim Abschlusskonzert präsentierten Auszügen aus Mozarts "Don Giovanni", der am Freitag, 27. Dezember 2013, Premiere im Festspielhaus Erl feiern wird. Nach der musikalischen Vorbereitung innerhalb der Dirigier-Masterclass unter der Aufsicht von Gustav Kuhn, geht es dann direkt im Anschluss ab 5. August auch szenisch bereits in die Vorbereitung.

 

Weitere Informationen finden Sie HIER...

Karten buchen direkt im Saalplan können Sie HIER...

 

28.07.2013: Tiroler Festspiele Erl erfolgreich beendet

Der 16. Festspielsommer der Tiroler Festspiele Erl ist am heutigen Sonntag, 28. Juli 2013, mit einer Uraufführung von Gerhard Wimberger zu seinem 90. Geburtstag sowie Beethovens 9. Symphonie feierlich zu Ende gegangen. Grund zum Feiern bietet nicht nur die einzigartige Atmosphäre, die das neue Festspielhaus für den ersten Sommer bot, in dem parallel zu den Passionsspielen im Festspielzentrum Erl gespielt werden konnte, sondern vor allem der Blick auf die Bilanz der diesjährigen Sommerfestspiele: Alle 13 Veranstaltungen - darunter das Eröffnungskonzert, je zwei Aufführungen der Verdi-Opern "Rigoletto", "Il trovatore" und "La traviata", eine Aufführung von „Nabucco“ sowie die fünf "Beethoven PLUS Konzerte" - waren restlos ausverkauft.

 

Die Kammermusik in der Pfarrkirche und im Gasthaus "Blaue Quelle" - die "kleine, aber feine Schwester" des dem großen Opern- und Konzertrepertoire vorbehaltenen Wochenendprogramms - konnte mit Uraufführungen österreichischen Erstaufführungen und außergewöhnlichen Programmen nicht nur inhaltlich überzeugen, sondern vor allem auch in Zahlen nachziehen. Mit insgesamt 1.375 Besuchern und zwei ausverkauften Abenden in der Blauen Quelle schauen die Festspiele zuversichtlich auf das, was im nächsten Jahr kommen wird. Dann nämlich finden alle Kammermusikabende unter der Woche im Festspielhaus statt. Insgesamt haben 10.891 Zuschauer die Tiroler Festspiele Erl Sommer 2013 besucht. Als Bruttoeinnahmen konnten 915.990,-- Euro verzeichnet werden.

 

Zuversichtlich stimmt auch der Blick in die Saalpläne des Online-Buchungs-Systems der Tiroler Festspiele Erl. Während sich die Kammermusikabende der Münchner Philharmoniker in den Köpfen der Menschen hier in der Region erst noch als fester Bestandteil des kulturellen Programms für Tirol und das angrenzende Oberbayern verankern muss, stellen sich die beiden Ring-Zyklen im Sommer 2014 mit einer Zusatzvorstellung der "Walküre" und dem "HPH-24-Stunde-Ring" zu Ehren des 70. Geburtstags von Festspielpräsident Dr. Hans Peter Haselsteiner schon jetzt als unangefochtene Verkaufsschlager heraus. Bei einer jetzigen Gesamtauslastung von knapp 50% (6.375 verkaufte Karten) ein Jahr im Voraus widmet sich Festspielleiter Gustav Kuhn nun zunächst einmal ganz konzentriert und voller Vorfreue dem bevorstehenden Wintergeschäft.

 

04.07.2013: TIROLER FESTSPIELE ERL ERÖFFNET

Mit einem umjubelten Konzert rund um das Werk Richard Wagners sind die diesjährigen Tiroler Festspiele Erl eröffnet worden. Festspielpräsident und bekennender Anhänger des europäischen Gedankens Dr. Hans Peter Haselsteiner verwies in seiner Rede zu Beginn des Abends auf das Glück einer fast nun schon 70-jährigen Periode ohne Krieg hier in Europa. "Ein solcher Frieden hat keinen Preis, und weil er keinen Preis hat, dürfen wir Europa nicht auf die rein ökonomische Dimension beschränken." Hier ginge es um viel mehr. Vor allem plädierte Haselsteiner in diesem Zusammenhang für eine aufrichtige Haltung gegen Nationalismus, gegen Neid und gegen Gier. Landeshauptmann Günter Platter formulierte im Anschluss sein ganz persönliches Bekenntnis zu den Tiroler Festspielen Erl: "Der Tiroler Kultursommer beginnt alljährlich mit den Tiroler Festspielen Erl. Und er erreicht in diesen auch gleich seinen Höhepunkt." Künstler aus aller Welt kämen alljärhrlich hierher, um Kunst zu machen - ohne falschen Starkult, eben nur um der Kunst Willen.


Eröffnet wurden dann die Festspiele von Bundeminister o. Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Töchterle, der den Zuschauer in seiner Rede in die Welt der Semiotik entführte: "Ein Zeichen verweist stets auf etwas. Ein Drama auf eine Handlung, ein Roman auf eine Geschichte, ein Wort auf eine Sache oder einen Sachverhalt. Musik verweist nicht. Musik ist Präsenz. Musik ist das eigentliche." Und darin liegt ihr besonderer Zauber, der gerade in Erl jedes Jahr aufs Neue zu spüren und zu erleben ist.


Neu war diese Konzertsituation für Maestro Gustav Kuhn nicht, aber sicher noch ungewohnt: Im ersten Teil des Konzertes hatte er den Stab - wie bereits bei der Eröffnung im Winter - drei jungen Nachwuchsdirigenten aus seiner Schule überlassen. Andreas Leisner wurde dabei für sein Dirigat der Szene des Einzugs der Gäste aus dem Tannhäuser ebenso gefeiert wie seine beiden jungen Kollegen Mauro Fabbri und Paolo Spadaro Munitto. Kuhn, der dann wieder in der zweiten Hälfte des Konzertes am Pult des Orchesters der Tiroler Festspiele Erl stand und von dort aus auch die Chorakademie leitete, bleibt somit konsequent seinem Motto treu, auch dem Dirigentenachwuchs bei den Festspielen eine wichtige Plattform zu bieten.

 

GERHARD WIMBERGER ZUM 90. GEBURTSTAG

Den direkten Draht zum "Hier und Jetzt" legt Gustav Kuhn im Abschlusskonzert der bevorstehenden Sommersaison bei den Tiroler Festspielen Erl - bei dem zur Vollendung des Beethoven-Zyklus auch die 9. Symphonie von Ludwig van Beethoven erklingen wird - in Form der Uraufführung eines Werkes von Gerhard Wimberger. "Klangwege" - so der Titel des Stücks für Orchester, das anlässlich des 90. Geburtstages des österreichischen Komponisten [30. August 2013] am 28. Juli 2013 zum ersten Mal zu hören sein wird.

Bereits vor 14 Jahren entstanden, beschreibt das Werk mit orchestralen Mitteln „Wege von Klängen in verschiedenster Form und in allen musikalischen Dimensionen (Klang, Harmonie, Rhythmus, Ausdruck, Atmosphäre)“. Der Titel verweist auf die plurale Dimension des Begriffs und spielt verschiedene Möglichkeiten durch, die ein großes Orchester zur Verfügung hat: von intensiven Ausbrüchen bis zu leisen, innigen Partien, von harmonisch komplizierten Passagen bis zu Jazzanklängen.

 

KULTURMARKE DES MONATS

Die Tiroler Festspiele Erl sind von causales - der Gesellschaft für Kulturmarketing und Kultursponsoring mbH in Berlin - zur Kulturmarke des Monats Januar ernannt worden. Somit ist es den Festspielen gelungen, bereits innerhalb der ersten 15 Jahre der eigenen Festspielgeschichte nicht nur künstlerisch zu punkten, sondern auch eine international wahrgenommene, eigenständige Marke zu entwickeln.

Dazu hat sicher auch der Neubau des Festspielhauses sowie die gerade erst beschlossene erste Wintersaison einen großen Teil beigetragen. Aber auch das Corporate Design hat sich von Anfang an stringent entwickelt und wurde von Andreas Schett und seinem Büro für Kommunikation und Gestaltung Innsbruck/Wien - circus - bis zum heutigen, vorerst endgültigen und perfekten Erscheinugnsbild fortgeschrieben.

Die Ernennung zur Kulturmarke des Monats ist auch insofern für die Festspiele von besonderer Bedeutung, weil causales auch alljährlich den Kulturmarken Award verleiht und mit diesem eine herausragende Kulturinstitution und ihr Markenbild auszeichnet. Voller Dankbarkeit für die Berücksichtigung als Kulturmarke des Monats möchten wir causales an dieser Stell herzlich zum 10-jährigen Jubiläum gratulieren und viel Erfolg auch in den weiteren Jahren wünschen!

PROBENPHASE IM KLOSTER
Die traditionelle Vorprobenphase für die Tiroler Festspiele Erl im Kloster der Accademia di Montegral bei Lucca ist erfolgreich zu Ende gegangen. Geprobt wurde in den vergangenen zwei Wochen in gewohnt konzentrierter und intensiver Probenatmosphäre sowohl szenisch als auch musikalisch an den drei Neuinszenierungen von Giuseppe Verdis "La traviata", "Rigoletto" und "Il trovatore". Die Produktionen, die ab 4. Juli 2013 bei den Tiroler Festspielen Erl gezeigt werden, sind ein wesentlicher Beitrag der Festspiele zum Verdijahr 2013.

EIN ERLER WINTERMÄRCHEN
Mit einer umjubelten Aufführung der Missa Solemnis von Ludwig van Beethoven vor ausverkauftem Haus ist am 6. Januar 2013 die erste Wintersaison der Tiroler Festspiele Erl zu Ende gegangen. Somit ist die Abschlussveranstaltung geradezu beispielhaft für das Wintermärchen, das sich seit 26. Dezember 2012 in Erl ereignete. Mit einem Eröffnungskonzert, 4 Opernaufführungen und 5 Konzerten im Hauptprogramm konnte insgesamt eine Auslastung von 98,56 % erzielt werden. 8 Vorstellungen waren komplett ausverkauft. Darunter auch das in der Kammermusikreihe der SPECIALS geführte Konzert mit Franui. Mit der ersten Wintersaison konnten insgesamt mehr als 8.500 Zuschauer erreicht und begeistert werden. Die Bruttoeinnahmen lagen bei erstaunlichen 605.000 Euro.

"Natürlich war uns klar, dass ein neues Festspielhaus eine unglaubliche Anziehungskraft für Erl und das Land Tirol darstellen würde", so Maestro Gustav Kuhn. "Aber mit diesem enormen Zuspruch und einem solchen auch wirtschaftlichen Ergebnis haben wir nicht gerechnet. Wir sind einfach nur dankbar und überwältigt." Natürlich sei es ein Wagnis gewesen, zu dieser Jahreszeit eine Wintersaison für Erl ins Leben zu rufen, die bisher und auch weiterhin im Sommer stattfindenden Festspiele quasi in den Winter hinein zu verlängern. "Aber in diesem Wagnis lag natürlich auch eine große Chance: Die Wahrnehmung von Weihnachten als Familienfest daheim im vertrauten Kreis hat sich zugunsten einer eher erlebnisorientierten, dem kulturellen Fest verschriebenen Wahrnehmung verschoben. Da passen wir mit unserem Angebot wunderbar hinein." Außerdem gebe es gerade zwischen Weihnachten und dem 6. Januar keine vergleichbare Konkurrenz. Auch das sicher ein Aspekt, der dem Erfolg einer Wintersaison zuspiele.

Die Tiroler Festspiele Erl finden heuer vom 4. Juli 2013 bis 28. Juli 2013 statt und finden ihre winterliche Fortsetzung dann wieder in der Zeit vom 26. Dezember 2013 bis zum 6. Januar 2014. Eine offizielle Eröffnung findet fortan nur noch wie gewohnt im Sommer statt.

PROSIT NEUJAHR!
Der Zuspruch des Publikums im ausverkauften Festspielhaus wollte es schnell verdeutlichen: Hier wurde mit dem Neujahrskonzert eine Tradition begründet, die passender zu Erl und den Festspielen nicht sein könnte! Ein lockerer Maestro Kuhn offenbarte seine Liebe für das "leichte" Fach, indem er Walzerklänge und Polkas dirgierte und den Musikern sowie den Zuschauern mit humorvollen Moderationen und amüsanten Einlagen viel Freude bescherte.

Da entpuppt sich der Mann an der Piccolo-Flöte als fulminanter Kuckuck-Ersatz, springt der Konzertmeister als Co-Moderator ein, erschießt der Bühnenbildner den nicht vorhandenen Bühnenturm auf der Jagd, erhebt sich auch schonmal das ganze Orchester beim Spielen und ruft zum Dank an Festspielpräsident Dr. Hans Peter Haselsteiner am Ende einer sorgenfreien Polka seine Initialen. Unbeschwerter kann ein neues Jahr kaum beginnen!

EUROPÄISCHER KULTURPREIS
Gustav Kuhn wird im nächsten Jahr eine besondere Ehre zu Teil: Er erhält am 21. Mai 2013 den Europäischen Kulturpreis der Europäischen Kulturstiftung „Pro Europa“. Der Preis wird ihm innerhalb einer feierlichen Gala, die ganz im Zeichen des 200. Geburtstags Richard Wagners steht, in der Leipziger Oper verliehen. Die Europäische Kulturstiftung „Pro Europa“ wird an diesem Abend in der Geburtsstadt Wagners unter anderem Künstler und Persönlichkeiten ehren, die auf ganz besondere Art und Weise das Erbe Richard Wagners pflegen und lebendig erhalten.

Stiftungspräsident Tilo Braune lobt Gustav Kuhn für seinen einzigartigen und hingebungsvollen Umgang mit dem musikalischen Werk Wagners, vor allem auch in Form seines Einsatzes für die von ihm gegründeten Tiroler Festspielen Erl. Darüber hinaus stehe Kuhn für ein beispielhaftes Engagement bei der Förderung und nachhaltigen Entwicklung von jungen Künstlern aus ganz Europa. Weitere Preisträger des Abends sind unter anderem Klaus Florian Vogt, Angelika Kirchschlager, Iris Berben und Armin Müller Stahl. Der MDR wird den Galaabend als Medienpartner umfassend begleiten und im deutschen Fernsehen übertragen.

PROBENBEGINN NABUCCO IN ERL
Nach nunmehr bereits drei Wochen Probenzeit für Mozarts "Le nozze di Figaro" und Bartóks "Herzog Blaubarts Burg" widmet sich Maestro Gustav Kuhn mit den Sängerinnen und Sängern der Accademia di Montegral einer ganz neuen Gesangskultur für Verdis dritte Oper. "Wir sind stilistisch in einer völlig anderen Zeit, als die heutige Rezeptionsgeschichte der Oper 'Nabucco' das vorzugeben scheint", so Gustav Kuhn zu Beginn der Probe.

Der Maestro erklärte den Sängern, dass es ihm in der musikalischen Gestaltung für Erl um eine Rückbesinnung auf den eigentlichen Ursprung der Oper gehe und er großen Wert darauf lege, den Charakter des Werkes nicht mit großen Stimmen zu überdecken, sondern diesen ganz in der Tradition des Belcanto neu aufleben zu lassen. Es gehe um eine wiederzuentdeckende Leichtigkeit in der musikalischen Ausgestaltung von Verdis "Nabucco".

Premiere der Inszenierung von Andreas Leisner [Kostüme: Lenka Radecky, Bühnenbild: Jan Hax Halama] ist am 29. Dezember 2012, um 18.00 Uhr im Festspielhaus Erl. Weitere Informationen - auch zu den weiteren Veranstaltugnen der ersten Winterfestspiele in Erl - sowie Restkarten für die Nabucco-Vorstellungen gibt es hier.

ERSTE PROBEN IM NEUEN FESTSPIELHAUS
Anfang November ist für Gustav Kuhn und das Sängerensemble der Tiroler Festspiele Erl ein Traum erlebbare Realität geworden: Mit dem Probenbeginn auf der Bühne des neuen Festspielhauses wurde die neue Spielstätte endgültig für den künstlerischen Betrieb freigegeben – planmäßig und ohne Abstriche.

Vor allem die Akustik begeistert Maestro Kuhn und die Künstler gleichermaßen. „Sie können von jedem, aber wirklich von jedem Platz im Zuschauerraum gleich gut hören“, freut sich Kuhn. Angetan zeigte sich der Maestro aber auch vom neuen Orchestergraben, dem größten weltweit. „Ich hätte nicht gedacht, dass am ersten Tag schon alles so gut funktioniert. Es ist einfach unglaublich – unglaublich schön!“

Momentan probt der Maestro auf der Bühne die Neuinszenierung von Mozarts „Le nozze di Figaro“. Premiere hat die Produktion am 27. Dezember. Aber auch das Programm für den Sommer 2013 steht bereits und wurde in der vergangenen Woche präsentiert. Innerhalb der Pressekonferenz wurde Gustav Kuhn auch offiziell der Schlüssel für das neue Haus von Festspiel-Präsident Dr. Hans Peter Haselsteiner übergeben. Im nächsten Jahr finden die Sommerfestspiele wegen der Jubiläums-Passionsspiele ebenfalls im neuen Festspielhaus statt. Dann heißt es unter anderem: Viva Verdi!

HAYDN-ORCHESTER: VERTRAG LÄUFT AUS
Der Vertrag Gustav Kuhns als künstlerischer Leiter des Haydn-Orchesters von Bozen und Trient läuft zum 31. Dezember 2012 aus. Nach Gesprächen mit dem neuen Verwaltungsrat ist man zu diesem Ergebnis gekommen. Vorerst ist auch keine weitere Zusammenarbeit geplant.

NEUE STIMMEN MIT MEISTERKURS
Alljährlich zieht es Gustav Kuhn im Oktober in das westfälische Gütersloh, um dort einer ganz besonders schönen Aufgabe nachzugehen: Als künstlerischer Leiter und Jury-Mitglied des Gesangswettbewerbs NEUE STIMMEN der Bertelsmann Stiftung hilft er bei der Suche nach den Besten unter den aufstrebenden Nachwuchssängerinnen und -sängern. Mit einem Konzert im Foyer der Bertelsmann Stiftung vor 300 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft ist der diesjährige Meisterkurs am Samstag, 27. Oktober 2012, erfolgreich zu Ende gegangen.

 

Der von Gustav Kuhn mit ins Leben gerufene und immerhin nun auch schon im 15. Jahr stattfindende Meisterkurs wird 2012 erstmalig als Liedmeisterklasse mit Edda Moser, Francisco Araíza und John Norris durchgeführt. Das besondere Meisterkurs-Programm für hochtalentierte, im Opern- und Theaterbetrieb aber noch eher unerfahrenen und für einen Wettbewerb noch nicht wirklich reifen Teilnehmer wird somit um eine wichtige Facette erweitert. So lernen die Teilnehmer - darunter in diesem Jahr auch der junge Bariton und Mitglied der Accademia di Montegral Frederik Baldus - intensiv unter der Anleitung von weltbekannten Musikern und Fachleuten – ohne den Konkurrenzdruck des Wettbewerbs. Als ein weiterer wichtiger Vertreter der Tiroler Festspiele Erl ist auch Andreas Leisner als Dozent in Gütersloh vertreten.

Seit Anbeginn der NEUEN STIMMEN ist Gustav Kuhn dessen künstlerischer Leiter. Er hat die Meisterkurse mit initiiert und den Wettbewerb auch auf diese Weise in den vergangenen 25 Jahren gemeinsam mit Liz Mohn zu dem gemacht, was er heute ist: Einer der - wenn nicht DER - renommierteste Gesangswettbewerb, der schon für unzählige Talente den Grundstein für eine internationale Karriere legte. Von 36 Bewerbern in seinem Gründungsjahr 1987 entwickelten sich die NEUEN STIMMEN durch kontinuierliche Arbeit zu einem der weltweit führenden Gesangswettbewerbe mit derzeit über 1.400 Bewerbern aus 68 Nationen.

www.neue-stimmen.de

DIE KUNST DES DIRIGIERENS
Es waren zwei erfolgreiche Aufführungen, die dort in Trient von Gustav Kuhn, dem Haydn Orchester und den Sängerinnen und Sänger der Accademia di Montegral auf die Bühne des dortigen Theaters gebracht wurden. Und es war in gewissem Sinne auch ein Testlauf für das, was uns bei den ersten Tiroler Festspielen Erl im Winter erwartet. Hoffentlich ebenso beigeisterte Menschen wie diejenigen, die den beiden Voraufführungen der Neuproduktion zu Mozarts "Le nozze di Figaro" beiwohnen durften.

 

Wie man es schafft, einen ganzen Abend lang die Spannung und Konzentration zu halten und den Musikerinnen und Musikern beim - doch recht oft überaus autoritär anmutenden - Dirigieren genug Freiheiten für die Entfaltung der eigenen Möglichkeiten im dann doch klar abgesteckten Rahmen zu geben, das erklärt Gustav Kuhn in seinem Kommentar für die Tageszeitung "Der Standard".

KEINE EHE ZU DRITT
Die Zukunft hinsichtlich der Zusammenarbeit von Gustav Kuhn und dem Haydn-Orchester ist noch ungewiss. Fakt ist, dass der Vertrag von Gustav Kuhn am 31. Dezember 2012 ausläuft, eine Entscheidung im Verwaltungsrat aber noch nicht gefällt worden, wie es denn nun weitergeht. Im Videointerview zeigt sich Gustav Kuhn allerdings noch recht entspannt. Eines steht für ihn allerdings fest: Die Leitung des Orchesters gemeinsam mit einem anderen künstlerischen Leiter kommt für ihn nicht in Frage.

 

PROBENBEGINN FÜR MOZARTS FIGARO
Maestro Gustav Kuhn hat im Convento dell'Angelo, dem Sitz der Accademia di Montegral in der Nähe von Lucca, mit den szenischen Vorproben zu Mozarts "Le nozze die Figaro" begonnen. Bereits am 25. September sind die Sängerinnen und Sänger angereist, um mit dem Regieteam in einem Workshop die szenischen Grundlagen für die Neuproduktion zu erarbeiten, die ab 27. Dezember 2012 erstmalig im neuen Festspielhaus bei den ersten Winterfestspielen in Erl zu sehen sein werden.

 

Wer es bis zum Dezember nicht abwarten kann, der hat in Trient die einmalige Möglichkeit, eine der beiden Voraufführungen der Oper mit dem Haydn-Ochester von Bozen und Trient am 5. und 7. Oktober 2012 zu erleben.

AUFZEICHNUNG DER OPER ALZIRA
Die selten bis nie zu hörende Verdi-Oper „Alzira“, die bei den Festspielen Südtirol zum Eröffnungswochenende am Samstag, 15. September 2012, in einer konzertanten Aufführung zu erleben war, wurde von der Unitel aufgezeichnet und wird in einer Verdi-Gesamtedition auf DVD und Blu-ray herausgebracht. Der Gesamtzyklus erscheint voraussichtlich Weihnachten 2012, die Einzelveröffentlichungen werden ab Januar 2013 – im Verdi-Jahr zum 200. Geburtstag des Komponisten – aller Voraussicht nach in historischer Reihenfolge erhältlich sein. Auf UNITEL CLASSICA, dem derzeit in 19 Ländern in Europa und Übersee empfangbaren Pay-TV-Kanal für klassische Musik, wird der Zyklus ab November ausgestrahlt. Gespräche mit weiteren Partnern für die Präsentation des Zyklus in TV, Kino etc. laufen noch.

 

FESTSPIELE SÜDTIROL IN TOBLACH
Vom 14. – 23. September 2012 dreht sich bei den Festspielen Südtirol wieder alles um die drei Grundpfeiler des programmatischen Profils der noch recht jungen Festspiele: Mahler, Kontraste, Belcanto! Die herbstliche Strahlkraft der Natur, der nostalgische Charme des Kulturzentrums und die musikalische Leidenschaft des Haydn-Orchesters von Bozen und Trient unter der Leitung von Gustav Kuhns verbinden sich zu einem Gesamterlebnis und versprechen ein Kulturereignis der besonderen Art.

www.festspiele-suedtirol.it

CD-EINSPIELUNG ALS SOMMERENTDECKUNG GEFEIERT
Die soeben erschienene CD mit Richard Strauss' sinfonischer Dichtung "Eine Alpensinfonie" wird als die Sommerentdeckung des Jahres gefeiert. Beispielsweise von Jens Lehmann im rbb Inforadio, dem Radiosender für Berlin und Brandenburg. Für Lehmann war nach dem Anhören der Einspielung klar, das es endlich an der Zeit gewesen sei, die Alpensinfonie in die Berge zurück zu holen, um ihr einen neuen Klang schenken zu können, der begeistere.

Durch die besondere Zusammensetzung des Orchesters entstehe ein "heller, frischer, drängender Klang. [...] Auch Gewitter und Sturm klingen hier besonders intensiv, in Tirol weiß man wohl am besten, wie sich das anfühlt. [...] Und das junge Orchester leistet erstaunliches: Strauss' Alpensinfonie so licht und hell wie das gleißende Licht über den Wolken."

ERSTE VORPROBEN FÜR WINTERSAISON
Regisseur Andreas Leisner arbeitete in dieser ersten Probenphase mit den Sängerinnen und Sängern der Accademia di Montegral an seiner Interpretation der Verdi-Oper "Nabucco". Maestro Gustav Kuhn setzt, besonders im Hinblick auf das vornehmlich für Stücke des Belcanto und des italienischen Repertoires bestimmte neue Festspielhaus, auch in der Besetzung der Verdi-Opern ganz bewusst auf Belcanto-Stimmen, um so der eigentlichen musikhistorischen Verortung der heute gern mit eher schweren Stimmen besetzten Verdiopern klanglich gerecht zu werden.

 

Die Proben fanden im Passionsspielhaus statt, während im neuen Festspielhaus noch bis zur Übergabe des Hauses fleißig gewerkelt wird. Auch in diesem Punkt haben Maestro Gustav Kuhn und die Planer ganze Arbeit geleistet: Die Bühnenausmaße in beiden Häusern sind identisch, sodass ganz flexibel am Gesamtrepertoire der Festspiele ganzjährig geprobt werden kann. Die Premiere von Nabucco ist am 29. Dezember 2012.

ERFOLGREICHE SOMMERFESTSPIELE
Während Tannhäuser und Lohengrin restlos ausverkauft waren, gab es für einige wenige Kurzentschlossene noch die Möglichkeit, Karten für den dann ebenfalls ausverkauften Parsifal am Sonntag an der Kasse vor Vorstellungsbeginn zu erwerben. Somit war das Abschlusswochenende ein absolut repräsentatives für die diesjährigen Festspiele: Knapp 18.000 internationale Besucher sorgten stets für ein volles Passionsspielhaus.

 

"Das ist absoluter Rekord", so Gustav Kuhn, künstlerischer Leiter der Festspiele. "Wir haben es tatsächlich geschafft, unsere Auslastung und somit die Einnahmen über die vergangenen Jahre kontinuierlich zu steigern." Besonders im Hinblick auf das neue Festspielhaus, das ab 26. Dezember 2012 in der ersten Wintersaison der Festspiele und in den Folgejahren vornehmlich Werke von Mozart, Verdi, des Belcanto und somit des italienischen Repertoires zeigen wird, erfreut es den Maestro, dass gerade Puccinis "Tosca" so großen Zuspruch gefunden hat. "Das war eine große Herausforderung und ein Wagnis - sowohl hinsichtlich des Orchesters, das Wagners Werke mittlerweile total durchdrungen hat und wie kaum ein anderes Orchester auf der Welt spielt, aber mit Puccini noch wenig Berührung hatte. Die Begeisterung bei den Zuschauern hat aber gezeigt, dass wir auch mit diesem Repertoire punkten können."

TIROLER FESTSPIELE ERL ERÖFFNET
Gustav Kuhn hat am Donnerstag, 5. Juli 2012, die Tiroler Festspiele Erl mit Bruckners Symphonie Nr.5 in B-Dur im Passionsspielhaus eröffnet. Zuvor ermahnte Festspielpräsident Dr. Hans Peter Haselsteiner in seiner Eröffnungsrede, dass sich ein jeder im Großen wie im Kleinen für ein solidarisches Europa aussprechen solle. Nur so könne man der Krise begegnen. Er forderte eine klare Botschaft im Ringen um eine Lösung ein. "Europa ist eine solidarische Gemeinschaft und soll nach dem Spruch handeln: Einer für alle und alle für einen!", so Haselsteiner. In der Kunst sei der Geist eines solidarischen Europas schon immer präsent gewesen. Mehr denn je spiegele sich das auch im Ensemble der Tiroler Festspiele wider: Musiker aus 30 Nationen, darunter 22 europäischen, spielen für ein internationales Publikum.

Auch Landeshauptmann Günther Platter sowie Bürgermeister Georg Aicher-Hechenberger begrüßten die Festspielgäste herzlich zum Afutakt im ausverkauften Haus. Auf dem Programm des Eröffnungskonzerts stand neben der Bruckner-Symphonie eine Uraufführung von Tristan Schulze, ein Auftragswerk der Tiroler Festspiele Erl für Alphorn, Orgel und Orchester. Somit beweist Gustav Kuhn bei den Tiroler Festspielen Erl auch in diesem Jahr gleich zum Auftakt, dass hier nicht nur die großen Klassiker im Fokus der eigenen Arbeit stehen, sondern auch immer wieder aktiv Musikgeschichte im Passionsspielhaus geschrieben wird.